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Merkel und Sarkozy umwerben für neuen Stabilitätsvertrag auch Nicht-Euro-Staaten

Berlin (dts) - Deutschland und Frankreich verfolgen weiterhin das Ziel eines dem Schengen-Vertrag ähnlichen Paktes für Reformen und Haushaltsdisziplin in der Euro-Zone. Wie die "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, umwerben sie aber auch Nicht-Euro-Staaten wie Polen und Schweden, um den Eindruck einer deutsch-französischen Dominanz der EU zu vermeiden. Sie sollen dem geplanten zwischenstaatlichen Vertrag auch beitreten.

Auf Großbritannien und die EU-Kommission werde dagegen wenig Rücksicht genommen, berichtet das Blatt weiter. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Viviane Reding, sagte "Bild": "Merkozy ist ohne Zweifel ein starker Motor, den Europa jetzt braucht, um die Krise zu bewältigen. Ein starker Motor allein garantiert aber noch lange nicht, dass das Flugzeug auch in die richtige Richtung fliegt. Es muss auch ein Pilot im Cockpit sitzen, der weiß, was im Interesse aller 27 EU-Staaten ist. Diese Aufgabe kann nur die Europäische Kommission übernehmen, die dem Europaparlament und damit Europas 500 Millionen Bürgern gegenüber verantwortlich ist."
DEU / Weltpolitik
01.12.2011 · 00:17 Uhr
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