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Merkel sieht Chancen durch Kohlekraftwerke

Lünen (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht im Bau moderner Kohlekraftwerke in Deutschland Chancen für die Exportwirtschaft.

Durch den Bau solcher Kraftwerke könne man deutlich machen, «was in anderen Ländern noch verbessert werden kann», sagte Merkel am Donnerstag bei einem Besuch auf der Baustelle eines Steinkohlekraftwerks im westfälischen Lünen (Kreis Unna) im Rahmen ihrer «Energiereise».

«Wenn wir uns anschauen, wie die Wirkungsgrade in China sind, dann wäre auch dort viel Erneuerungsbedarf.» Für die Exportnation Deutschland sei das von größter Bedeutung. Sie glaube, dass Kohlekraftwerke ähnlich wie Kernkraftwerke als Brückentechnologie noch für eine längere Zeit gebraucht würden.

In Lünen baut das Stadtwerke-Netzwerk Trianel (Aachen) zusammen mit 30 Stadtwerken und Regionalversorgern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz als weiteren Gesellschaftern seit 2008 ein 750-Megawatt-Kraftwerk. Es soll 2012 ans Netz gehen. Laut Trianel ist es das erste vollständig kommunal finanzierte Kohlekraftwerk Deutschlands.

Merkel bezeichnete die Organisationsstruktur der Betreiber als «sehr interessant». «Wir sind uns bewusst, dass durch die Energieliberalisierung die Monopolstellung der großen Energieerzeuger ins Wanken gekommen ist und unterstützen natürlich den Wettbewerb auch in Form derer, die als Stadtwerke in den Wettbewerb eintreten.» Das Gesamtprojekt bezeichnete sie insgesamt als einen «interessanten Teil des Industriestandorts Deutschland».

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Energie / Kohle
26.08.2010 · 22:41 Uhr
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