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Merkel ruft zu Gewalt- und Meinungsfreiheit in Ägypten auf

Davos/Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ein Ende der Gewalt in Ägypten gefordert und Meinungs- und Informationsfreiheit angemahnt.

«Ich rufe alle Beteiligten, vor allem auch die ägyptische Regierung und den Präsidenten auf, dass sie friedliche Demonstrationen genehmigen, dass die Meinungsfreiheit eine Chance hat», sagte Merkel am Freitag am Rande des Weltwirtschaftsgipfels in schweizerischen Davos. «Es nützt nichts, Menschen wegzusperren und einzusperren, die Informationsmöglichkeiten einzuschränken.»

Merkel sagte weiter: «Wir müssen zu einem friedlichen Dialog in Ägypten kommen, denn die Stabilität des Landes ist natürlich von außerordentlicher Bedeutung. Aber nicht um den Preis der Meinungsfreiheit.» Habe die Gewalt kein Ende, seien unschuldige Opfer die Folge. «Deshalb mein Appell an alle Verantwortlichen, diese Gewaltfreiheit sicherzustellen und gleichzeitig Meinungs- und Informationsfreiheit zu ermöglichen.»

Aus dem Auswärtigen Amt in in Berlin hieß es am Abend, man habe «große Sorgen» angesichts der Eskalation der Lage in Kairo und anderen großen Städten. Die Situation in den Touristengebieten an der Küste sei nach derzeitigen Erkenntnissen weiterhin ruhig.

Proteste / Regierung / Ägypten / Deutschland
28.01.2011 · 20:14 Uhr
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