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Merkel reist zu Obama nach Washington

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Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel wird Ende Juni erstmals mit US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus in Washington zusammentreffen. Merkel werde am 25. und 26. Juni in die US-Hauptstadt reisen, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin.

Nach den Treffen in Baden-Baden im April und in Dresden vor gut einer Woche ist es bereits die dritte bilaterale Begegnung der beiden Politiker innerhalb kürzester Zeit.

Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg sagte in der Bundespressekonferenz, für einen Gegenbesuch Obamas gebe es bereits eine Einladung nach Berlin. «Die Bundesregierung würde sich sehr freuen, wenn der US-Präsident am 8. und 9. November nach Berlin käme», sagte Steg. Eine Reaktion aus Washington liegt noch nicht vor. Am 9. November 1989 jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 20. Mal. Der Sprecher von Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Frank- Walter Steinmeiers (SPD) sagte, die Einladung an Obama gelte auch dann, wenn sich bei der Bundestagswahl am 27. September eine andere Regierungskonstellation ergebe.

In Washington will Merkel den G8-Gipfel im Juli in Italien vorbereiten. Im Mittelpunkt werde die Diskussion über den Klimaschutz stehen, über den Merkel und Obama bereits in Dresden diskutiert hatten. Obama hatte damals gesagt, die Welt benötige zwar Ziele bei der Reduktion der Treibhausgase. Er hatte aber auf Schwierigkeiten im US-Kongress hingewiesen. Einzelheiten des Treffens am 26. Juni seien noch offen. Am 25. Juni wird Merkel einen Preis für ihre Verdienste um das transatlantische Verhältnis entgegennehmen.

Obama hatte in Dresden auch Berichten widersprochen, wonach seine Beziehung zu Merkel nicht von Harmonie geprägt sei. Auslöser der Spekulationen war, dass Merkel aus Zeitgründen vor dem G20-Gipfel in London im April auf eine Reise nach Washington verzichtet hatte. Stattdessen hatten Merkel und Obama damals per Videokonferenz über den Welt-Finanzgipfel gesprochen.

In Washington will Merkel nach Wilhelms Angaben auch über die Lage der Weltwirtschaft und an den Finanzmärkten sowie über die Lage im Nahen Osten sprechen. Wichtiges Thema werde auch die Situation im Iran sein. Nach der Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad ist es in der Hauptstadt Teheran zu Unruhen gekommen, weil die Opposition Wahlfälschung vermutet.

International / USA / Deutschland
15.06.2009 · 12:39 Uhr
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