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Merkel: Müssen mit Griechenland Geduld haben

Bundeskanzlerin Merkel: «Deutschlands Zukunft ist untrennbar mit der Zukunft Europas verbunden.»Großansicht

Berlin (dpa) - Angesichts der zugespitzten Lage in Griechenland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Deutschen zu Geduld mit dem Land aufgefordert. «Was über Jahre versäumt wurde, kann nicht über Nacht behoben werden», sagte Merkel dem Berliner «Tagesspiegel am Sonntag».

Sie verwies in diesem Zusammenhang auf den Aufbau Ost. «Denken Sie an den Prozess der deutschen Einheit. Wie lange hat es Anfang der neunziger Jahre gedauert, um neue Verwaltungsstrukturen aufzubauen, Kenntnisse zu vermitteln und zu privatisieren. Das heißt, dass wir Geduld haben müssen.»

Zugleich mahnte die Kanzlerin die griechische Regierung, in ihren Reformbemühungen nicht nachzulassen: «Griechenland weiß, dass die Auszahlung der Kredite davon abhängt, dass es seine Auflagen erfüllt.»

Merkel hatte am Mittwoch im Bundestag mit einem kämpferischen Plädoyer für mehr Europa versucht, Skeptiker in den eigenen Reihen für den erweiterten Euro-Rettungsschirm zu gewinnen. «Deutschlands Zukunft ist untrennbar mit der Zukunft Europas verbunden», hatte die Kanzlerin gesagt.

Am Montag wird EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zu Gesprächen mit Merkel in Berlin erwartet. Die Lage Griechenlands ist angespannt. Griechenland muss kräftig sparen und bangt um weitere Milliarden-Hilfen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF). Die internationalen Geldgeber aber hatten fehlende Fortschritte beim Sparprogramm gerügt.

EU / Finanzen / Griechenland
10.09.2011 · 13:05 Uhr
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