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Merkel: Kooperation in der G20 wächst

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Seoul (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht in der Gruppe der führenden Wirtschaftsnationen (G20) wachsende Bereitschaft zur wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit.

Bei ihrem fünften Gipfel nach der schweren Wirtschaftskrise vereinbarten die Staats- und Regierungschefs, ihre Wirtschaftspolitik künftig besser abzustimmen.

«Deutschland hat natürlich ein großes Interesse, dass die kooperative gemeinsame Atmosphäre hier gesiegt hat», sagte Merkel am Freitag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Dies sei gut für Arbeitsplätze und Unternehmen in Deutschland vor allem in Exportbranchen.

Merkel sprach trotz aller Fortschritte von oft mühseligen und schwierigen Verhandlungen. «Aber unter dem Strich hat sich gezeigt, dass der Gemeinschaftsgeist siegt», sagte sie. Die sei eine wichtige Botschaft auch für die französische G20-Präsidentschaft, die nach dem Ende des Gipfel in Südkorea am Freitag beginnt.

Merkel hob noch einmal hervor, dass der Kompromiss für den künftigen Umgang mit Handelsungleichgewichten die G20 stärke. «Wir können (...) zusammenfassen, dass sich die Bemühungen um Kooperation unter den 20 wichtigsten Industrienationen durchgesetzt haben», sagte Merkel.

US-Präsident Barack Obama war am Donnerstag von seiner Forderung abgerückt, starken Exportnationen wie Deutschland und China messbare Vorgaben für die maximale Höhe von Handelsüberschüssen zu machen. Die G20 wollen nun im kommenden Jahr versuchen, ein Frühwarnsystem zu installieren, um zu starke Unterschiede in den Handels- und Kapitalbilanzen der Länder zu vermeiden.

Nach den Worten Merkel sprach die Gipfelrunde ausführlich darüber, wie ein nachhaltiges, ausbalanciertes und beständiges Wachstum weltweit machbar sei. «Es gibt Einvernehmen, dass der IWF (Internationale Währungsfonds) mit seinem Vorgehen und seinen Vorschlägen, wie man so etwas messen kann, eine gute Grundlage bietet.» Die G20 seien sich einig, dass Handelsungleichgewichte nicht nur an einem Indikator festgemacht werden könnten. «Diese Merkmale müssen jetzt diskutiert werden.»

In der G20 herrsche Übereinstimmung, endlich die Schlussrunde in den seit Jahren andauernden «Doha-Verhandlungen» zur Liberalisierung des Welthandels anzugehen. «Wir glauben, dass es jetzt ein Zeitfenster gibt, in dem ein solcher Abschluss möglich wäre.»

G20 / Gipfel
12.11.2010 · 07:43 Uhr
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