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Merkel: Klimapolitik bedeutet nicht nur Verzicht

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Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor übertriebener Sorge gewarnt, dass die Bekämpfung des Klimawandels bei den Bürgern vor allem zu Einschränkungen führen wird.

Der «Bild am Sonntag» sagte sie: «Wohlstand ist nicht in erster Linie eine Frage der Verbrauchsmenge, sondern es hat auch etwas mit Wohlbefinden zu tun.» Wenn an den Beginn des notwendigen Wandels die Angst vor Verzicht gestellt werde, «dann blockieren wir uns unnötig und verspielen unsere Zukunft», warnte die Kanzlerin. Zugleich sprach sie sich für den weltweiten Handel mit CO2-Emissionsrechten aus.

«Es wäre wünschenswert, dass wir in Zukunft CO2-Zertifikate weltweit handeln und international überwachen, so dass wir CO2 dort einsparen, wo dies am billigsten und einfachsten geht», sagte Merkel. «Es hat wenig Sinn, mit riesigen Kosten in der Stahlindustrie letzte Einsparreserven zu mobilisieren, wenn an anderer Stelle - zum Beispiel bei der Sanierung des gesamten Altbaubestandes - schneller deutlich günstigere Einsparungen erzielt werden können.»

Die Kanzlerin äußerte Sympathie für die unterschiedlichen Gruppen, die weltweit gegen den Klimawandel kämpfen. «Viele Gruppen kämpfen darum, wie Globalisierung menschlicher gestaltet werden kann. Das ist auch ein Thema in der deutschen Politik.» Zu der Forderung von Ex-Beatle Paul McCartney, zugunsten des Klimaschutzes auf Fleisch zu verzichten, sagte Merkel: «Ich will hier keine Konsum-Vorgaben verkünden, aber das Gesundheitsbewusstsein der Menschen steigt doch ständig. Wir werden in vielem lernen, bewusster zu leben.»

Bundesregierung / UN / Klima / Gipfel
13.12.2009 · 11:41 Uhr
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