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Merkel: Kein Zurückweichen vor Gewalt

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnt vor einem Zurückweichen des Staates vor Gewalt in Vierteln mit hohem Ausländeranteil. «Es darf in Deutschland keinen Ort und keine Viertel geben, wo unsere Polizei das Recht nicht durchsetzen kann», sagte Merkel der «Bild am Sonntag».

Die Regierungschefin sprach sich dafür aus, die statistisch erhöhte Gewaltbereitschaft strenggläubiger muslimischer Jugendlicher nicht zu tabuisieren: «Das ist ein großes Problem und wir können offen darüber sprechen, ohne das der Verdacht der Fremdenfeindlichkeit aufkommt.»

Merkel warnte jedoch davor, Gewalt mit einer bestimmten Religion zu verbinden. «Das führt in die Irre. Gewalt bei jungen Menschen ist oft ein Zeichen dafür, dass sie keine Perspektive für sich sehen. Und da hilft nur Bildung, Bildung, Bildung. Unser Staat macht da viele Angebote, aber die Hauptverantwortung liegt bei den Eltern, die ihnen Schule und Gesellschaft nicht abnehmen können.»

Zur Lösung des Problems sprach sich die Kanzlerin für mehr Migranten im Öffentlichen Dienst aus: «Es würde sicher helfen, wenn wir in Polizei, Jugendämtern und anderen Behörden mehr Migranten hätten.»

Bundesregierung / Migration
04.09.2010 · 12:21 Uhr
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