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Merkel: G20 legt Handelsstreit vorerst bei

Kanzlerin Angela Merkel: Politische Steuerung wäre unvereinbar mit dem Ziel eines freien Welthandels.

Seoul (dpa) - Die führenden Wirtschaftsmächte (G20) haben ihren Streit um Handelsungleichgewichte vorerst beigelegt. Nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel wird der G20-Gipfel keine konkreten, messbaren Vorgaben und Grenzen für Handelsüberschüsse oder -defizite machen.

Stattdessen soll in den nächsten Monaten eine Frühwarnsystem ausgearbeitet werden, um das Problem in den Griff zu bekommen. «Wir können über Ungleichgewichte auf der Welt sprechen. Aber wir können dafür nicht die Differenz aus Export und Import nehmen», sagte sagte Merkel am Donnerstag in Seoul beim G20-Gipfel. Vielmehr müssten auch andere Faktoren in das System einbezogen werden, die auch Auskunft über die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft auf dem Weltmarkt geben.

«Was man nicht machen kann, ist, die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes auf eine Zahl zu reduzieren», sagte Merkel. «Das halten wir für (...) nicht zielführend. Und ich glaube, von diesem Ansatz sind jetzt alle auch weg», sagte die Kanzlerin.

Vor allem die USA hatten konkrete Zielvorgaben gefordert. Die endgültige G20-Vereinbarung soll an diesem Freitag vorliegen. Damit hat sich Deutschland mit seiner Position weitgehend durchgesetzt. Das Grundproblem von Ungleichgewichten bleibt aber zunächst bestehen. Mit Blick auf die Streitpunkte mit den USA sagte Merkel weiter, über Positionen beider Länder soll künftig besser diskutiert werden.

G20 / Gipfel / Bundesregierung
11.11.2010 · 15:56 Uhr
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