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Merkel für Gesetz gegen Manager-Boni

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Rede in Hannover.Großansicht
Hannover (dpa/lni) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine gesetzliche Begrenzung von Bonuszahlungen für Manager ausgesprochen. «Wir überlegen uns, ob wir da eine gesetzliche Regelung finden», sagte Merkel am Donnerstag bei einer Kundgebung zur Bundestagswahl in Hannover.

«Wenn Karstadt in der Insolvenz ist, wenn jede Verkäuferin nicht weiß, was aus ihr morgen wird, dann ist es nicht akzeptabel, wenn der Chef von Arcandor für sechs Monate Arbeit das Geld für fünf Jahre bekommt und mit 15 Millionen Euro nach Hause geht», sagte die Kanzlerin angesichts der Abfindung für den scheidenden Arcandor-Vorstandschef Karl-Gerhard Eick. «Das kann nicht unser Land sein.»

Vor laut Polizei rund 6000 Menschen in der Hannoveraner Innenstadt vermied Merkel Angriffe auf die SPD und deren Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier. Auch zu aktuellen Themen wie dem Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan und dem möglichen Atommüll-Endlager Gorleben äußerte sie sich nicht. CDU-Landeschef David McAllister (CDU) verteidigte erneut den friedlichen Wahlkampf der Union. «Wir verzichten auf das Schüren von Ängsten. Das wird nicht Stil der CDU sein», sagte McAllister.

Unter die Zuhörer hatten sich auch Regierungskritiker gemischt, die Merkels Rede mit Pfiffen störten und ein Plakat mit dem Slogan «Soldaten sind Mörder» ausrollten. Merkel reagierte darauf gelassen und forderte die Kritiker auf, zuzuhören. «Demokratie lebt davon, dass man ab und zu auch mal was Neues in den Kopf bekommt», sagte Merkel.

Wahlen / Bundestag / CDU
10.09.2009 · 20:44 Uhr
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