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Merkel freut sich über US-Freiheitsmedaille

Merkel soll die Auszeichnung Anfang nächsten Jahres im Weißen Haus entgegennehmen.Großansicht

Washington/Berlin (dpa) - Große Ehre für die Bundeskanzlerin: US- Präsident Barack Obama wird Angela Merkel (CDU) mit der «Medal of Freedom», der höchsten zivilen Auszeichnung der Vereinigten Staaten würdigen. Die Kanzlerin zeigte sich hoch erfreut.

Beim Nato-Gipfel an diesem Freitag in Lissabon werde sie Obama «persönlich ihren Dank aussprechen», teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstag in Berlin mit.

Die feierliche Verleihung soll Anfang nächsten Jahres im Weißen Haus stattfinden. Neben Merkel werden 14 weitere Persönlichkeiten mit der «Freiheitsmedaille» ausgezeichnet, darunter der frühere US- Präsident George Bush, die Investorenlegende Warren Buffett, der weltberühmte Cellist Yo-Yo Ma, die Holocaust-Überlebende Gerda Weissmann Klein, der prominente US-Umweltschützer John Adams und der schwarze amerikanische Bürgerrechtler John Lewis.

Gerade vor dem Hintergrund ihrer eigenen Lebenserfahrung sehe die Kanzlerin «Freiheit als höchstes Gut» an, so Seibert. Erfreut sei Merkel auch darüber, dass George Bush auf der Liste der Geehrten stehe. Seine Rolle im Zuge der deutschen Wiedervereinigung sei unvergessen. Deutschland habe ihm viel zu verdanken.

Die Geehrten «verfügen über vielfältige Hintergründe und haben sich in vielen verschiedenen Feldern hervorgetan», erklärte Obama. «Aber alle haben ein außergewöhnliches Leben, das uns inspiriert, unsere Kultur bereichert und unser Land und unsere Welt zu einem besseren Ort gemacht hat.» Über Merkel heißt es in der Mitteilung: «Sie hat oft betont, dass Freiheit die schönste Erfahrung ihres Lebens ist.»

Die «Freiheitsmedaille» geht den Angaben zufolge an Menschen, die einen herausragenden Beitrag «für die Sicherheit oder das nationale Interesse der USA, den Weltfrieden sowie kulturelle oder andere bedeutsame öffentliche Belange» geleistet haben. Zu den früheren Geehrten zählen neben anderen der ehemalige britische Premierminister Tony Blair oder der frühere australische Regierungschef John Howard.

Mitteilung des Weißen Hauses

Auszeichnungen / USA / Deutschland
18.11.2010 · 18:47 Uhr
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