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Merkel fordert von Muslimen Achtung der Grundwerte

Berlin (dpa) - Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat die Muslime in Deutschland zur uneingeschränkten Orientierung an den Grundwerten und am Grundgesetz aufgefordert. «Es gibt hier keine Toleranz», sagte Merkel am Montag in Berlin.

Das Bild des Islam sei in Deutschland stark durch die Scharia, eine fehlende Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau bis hin zu Ehrenmorden geprägt. Die Kanzlerin äußerte sich bei der Vorstellung eines Buchs des früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU). Es trägt den Titel «Konservativ. Ohne Werte und Prinzipien ist kein Staat zu machen».

Der Islam sei in Deutschland mit seiner Religionsfreiheit willkommen, aber es «muss ein Islam sein, der sich unseren Grundwerten verpflichtet fühlt», sagte Merkel. Ansonsten würden die Ängste in der Bevölkerung zunehmen und «das kann nicht unser Anliegen sein». Merkel kritisierte auch die Islamkonferenz, bei der man bisher keine ausreichenden Ergebnisse erzielt habe. «Hier muss weitergearbeitet werden.» Die CDU-Chefin erneuerte die Forderung nach einem eigenständigen Religionsunterricht für Muslime, aber auch nach deutsch sprechenden Imamen.

Koch war Ende August als Regierungschef zurückgetreten. Bei der überraschenden Ankündigung dieses Schritts im Mai hatte er gesagt: «Politik ist nicht mein Leben.» Koch will in die Wirtschaft wechseln. Sein Nachfolger als Ministerpräsident ist der frühere Landesinnenminister Volker Bouffier (CDU).

Parteien / CDU / Integration
04.10.2010 · 11:13 Uhr
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