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Merkel dankt Gorbatschow und Walesa für Beitrag zum Mauerfall

Berlin (dts) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gestern in einer Rede am ehemaligen Grenzübergang Bornholmer Straße in Berlin dem früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow und dem ehemaligen Solidarnosc-Führer Lech Walesa für ihren Beitrag zum Mauerfall gedankt. In Gedenken an das 20-jährige Jubiläum des Mauerfalls lobte sie Gorbatschows Mut, "die Dinge geschehen" zu lassen. Auch Lech Walesas Bedeutung für den Mauerfall würdigte die Kanzlerin. Die polnische Gewerkschaftsbewegung sei eine "mutige Erhebung" und eine "unglaubliche Ermutigung" für die damaligen DDR-Bürger gewesen. In einem Interview mit dem polnischen Fernsehsender tvn24 bestritt Walesa unterdessen, dass Gorbatschow eine bedeutende Rolle für den Mauerfall gespielt habe. Gorbatschow habe weder den Kommunismus noch die Berliner Mauer stürzen wollen, so Walesa. Der Verdienst sei hauptsächlich Papst Johannes Paul II und der Solidarnosc zuzuschreiben. Bei Merkels symbolischem Gang an der Bornholmer Straße entlang in Richtung Westen waren neben Gorbatschow und Walesa auch zahlreiche DDR-Oppositionelle anwesend, darunter Wolf Biermann, Stephan Krawczyk und Joachim Gauck. Der Grenzübergang Bornholmer Straße war 1989 der erste, an dem die Schlagbäume für die DDR-Bürger geöffnet wurden. Damals hatte auch Angela Merkel, wie viele Ostdeutsche, den Weg in die Bundesrepublik zurückgelegt.
DEU / Mauerfall / Merkel
10.11.2009 · 01:14 Uhr
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