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Merkel begrüßt Idee zum Europäischen Währungsfonds

Brüssel/Berlin (dts) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Idee zur Erschaffung eines Europäischen Währungsfonds (EWF) begrüßt. "Ich finde den Gedanken gut und interessant", sagte Merkel, obgleich noch viele Fragen offen seien. Finanzierung und Machtfülle einer solchen Institution müsse genauso wie die Beziehung zur europäischen Kommission diskutiert werden. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte sich am Wochenende für die Idee eines EWF stark gemacht. Bereits morgen will die EU-Kommission darüber beraten. Über den EWF sollen künftige Krisen vorbeugend begegnet werden. Ökonomen als auch die Europäische Zentralbank (EZB) lehnten den Vorschlag entschieden ab: "Es wäre der Start eines europäischen Finanzausgleichs, der sehr teuer werden könnte, die falschen Anreize setzt und letztlich Länder mit solideren öffentlichen Finanzen belasten würde", sagte Chefvolkswirt der EZB, Jürgen Stark, dem "Handelsblatt". Stark fordert dagegen eine Reform des Stabilitäts- und Wachstumspaktes sowie die Schaffung eines politisch unabhängigen "Defizit-Ausschusses", der Länder mit übermäßigem Defizit überwachen soll.
DEU / Wirtschaftskrise / Europa
08.03.2010 · 22:44 Uhr
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