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Merkel: Atomwirtschaft muss Gewinne abgeben

Riga (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wehrt sich gegen den Eindruck, dass die Atomwirtschaft ihre Gewinne durch die Laufzeitverlängerung der Meiler zu einem Großteil behalten kann.

Vielmehr müssten die Energieversorgungsunternehmen (EVU) mehr als die Hälfte ihrer zusätzlichen Einnahmen abgeben, sagte Merkel am Dienstag am Rande eines Besuches in der lettischen Hauptstadt Riga.

Sie kündigte ferner Gespräche mit den Stadtwerken an, die durch die zwölfjährige Laufzeitverlängerung einen Schaden von 4,5 Milliarden Euro erwarten und einen finanziellen Ausgleich fordern.

Merkel sagte: «Ich glaube, dass wir einen Kompromiss gefunden haben, der den Energieversorgungsunternehmen deutlich macht, dass sie einen großen Teil ihrer Gewinne entweder als Steuer zahlen müssen oder aber für erneuerbare Energie geben. Das ist nach unserer Einschätzung mehr als die Hälfte.» Genaue Zahlen liefere sie nach. «Wir haben uns sehr genau mit den Fragen befasst, wie wir aus den Gewinnen der EVUs Zahlungen für erneuerbare Energie abschöpfen.»

Zur Kritik der Stadtwerke und kommunalen Versorger, die längeren Atomlaufzeiten verursachten Milliardenschäden und gefährdeten Investitionen in umweltfreundliche Energieerzeugung, sagte die Kanzlerin : «Wir werden mit den Stadtwerken im Gespräch bleiben. Das Gesamtkonzept wird viel zu stark aus dem Blinkwinkel der Kernenergie diskutiert und viel zu wenig aus dem Blickwinkel der Förderung der erneuerbaren Energien.» Auch die Stadtwerke würden erkennen, dass es eine faire Lastenverteilungen gebe.

Energie / Atom
07.09.2010 · 15:34 Uhr
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