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Memphis rüstet sich für Jahrhundertflut

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Washington (dpa) - Die Menschen am Mississippi bereiten sich auf massive Überschwemmungen vor: Die Hochwasserflut schob sich am Montag auf die Stadt Memphis im US-Bundesstaat Tennessee zu. Der Scheitelpunkt wurde am Abend (Ortszeit) in der Stadt des Rhythm and Blues erwartet.

Nach Informationen des Nationalen Wetterdienstes wird der Wellenkamm eine Rekordhöhe von 14,60 Meter erreichen - mehr Wasser als bei der bislang größten Flutkatastrophe im Jahr 1927. Helfer und Soldaten waren rund um die Uhr im Einsatz, um Dämme und Menschen zu sichern. «Es gibt keinen Grund, unseren Dämmen zu misstrauen», suchte Oberst Vernie Reichling vom Armeekorps der Ingenieure Sorgen zu zerstreuen. «Wir haben nicht viel Zeit, aber zum Glück sind wir vorbereitet», hatte AC Wharton, Bürgermeister von Memphis, am Morgen im Fernsehen erklärt.

Nördlich von New Orleans öffneten Soldaten einen Ablauf des Mississippi, um für Entlastung zu sorgen. Von dort fließt das Hochwasser in den Lake Pontchartrain und dann in den Golf von Mexiko. Das Wasser des Flusses, so fürchten Naturschützer, könnte jedoch den fischreichen See schädigen.

Zunächst blickte Memphis mit seinen rund 920 000 Einwohnern mit großer Sorge auf den reißenden «Old Man River». In der Stadt gibt seit Tagen der Fluss den Ton an. 1300 Haushalte wurden zum Räumen ihrer Häuser aufgefordert. Bis zum Montagnachmittag (Ortszeit) öffneten vier Notunterkünfte. Dort waren zunächst rund 370 Menschen untergebracht. «Die Leute bleiben bis zum letzten Moment in ihren Häusern. Wir gehen davon aus, dass es bald mehr werden», sagte eine Rotkreuz-Sprecherin.

Präsident Barack Obama erklärte Teile der betroffenen Staaten zu Katastrophengebieten. Er versprach finanzielle Hilfe. Die drohende Überschwemmung könnte nach Befürchtungen der Meteorologen schlimmer werden als die verheerenden Fluten von 1937 und 1927. Bei letzterer kamen mehrere hundert Menschen ums Leben, 700 000 mussten ihre Häuser verlassen. Eine Fläche von 70 000 Quadratkilometern wurde damals in den US-Staaten Arkansas, Illinois, Kentucky, Louisiana, Missouri und Tennessee überschwemmt.

Der Mississippi ist mit knapp 3800 Kilometern einer der längsten Flüsse der Welt. Er entspringt im nördlichen Minnesota, fließt durch den mittleren Teil der Vereinigten Staaten und mündet in den Golf von Mexiko.

Unwetter / Katastrophen / USA
09.05.2011 · 21:21 Uhr
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