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Mehr West- als Ostdeutsche wollen Mauer zurück

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Berlin/Leipzig (dpa) - 20 Jahre nach dem Fall der Mauer wünschen sich einer Umfrage zufolge mehr West- als Ostdeutsche wieder ein geteiltes Deutschland. Demnach wollen 16 Prozent der Wessis, aber nur 10 Prozent der Ossis die Mauer zurück.

Das ergab die am Mittwoch veröffentlichte Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Magazins «Stern» und des Fernsehsenders RTL.

Im Schnitt wünsche sich jeder siebte Bundesbürger (15 Prozent) den Grenzwall wieder. Unter ihnen seien überdurchschnittlich viele Deutsche mit Hauptschulabschluss (26 Prozent) und Anhänger der Linkspartei (21 Prozent). Die 1961 erbaute Mauer war am 9. November 1989 gefallen.

Auf die Frage, was die Politik für die Einheit des Landes tun könne, nannten 55 Prozent die Abschaffung des Solidaritätszuschlags. 50 Prozent waren für eine Anhebung der Ost-Renten. 38 Prozent erklärten, man sollte die Stasi-Akten ruhen lassen. Befragt wurden 1002 Bundesbürger am 9. und 10. September.

Weiter bestehende Unterschiede zwischen Ost und West sind ab Freitag in Leipzig Thema beim 23. Deutschen Bürgertag mit 300 Teilnehmern. Zu dem dreitägigen Treffen wird unter anderem der ehemalige Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche, Friedrich Magirius, erwartet, teilte der Verband Deutscher Bürgervereine (VDB) mit. Die Nikolaikirche war ein Ausgangspunkt der Montagsdemonstrationen gegen das DDR-Regime.

Internet: www.vd-buergervereine.de

Geschichte / DDR
16.09.2009 · 15:46 Uhr
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