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Mehr als 90 Tote bei Gewalt in Afghanistan

Jeden Tag sterben Menschen in Afghanistan durch die Auseinandersetzungen mit den Taliban. (Archivbild)Großansicht
Kabul (dpa) - Bei Kämpfen und Anschlägen sind in Afghanistan mehr als 90 Menschen ums Leben gekommen. Allein in der westafghanischen Provinz Farah starben nach Regierungsangaben etwa 60 Menschen bei einem mehrstündigen Feuergefecht.

Kämpfer der radikal-islamischen Taliban hätten am Samstag einen von Truppen begleiteten Konvoi des UN-Welternährungsprogramms angegriffen und sieben afghanische sowie drei US-Soldaten getötet. Einer Gegenoffensive, bei der auch US-Kampfflugzeuge zum Einsatz kamen, seien bis zu 50 Aufständische zum Opfer gefallen, hieß es. Ein Polizeisprecher teilte mit, eine von den Taliban abgefeuerte Rakete habe auch zwei Zivilisten getötet.

Ein Bombenanschlag in der südafghanischen Provinz Urusgan kostete zudem 14 Insassen eines Minibusses das Leben. Wie ein Sprecher von Präsident Hamid Karsai am Sonntag mitteilte, wurden zwei weitere Zivilisten verletzt, als am Vortag ein am Straßenrand versteckter Sprengsatz explodierte. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die Region gilt jedoch als Hochburg der Taliban.

Am Bundeswehr-Standort Kundus kamen am Samstag nach offiziellen afghanischen Angaben 18 Menschen bei Gefechten ums Leben. Zunächst hätten Aufständische einen Polizeiposten angegriffen und sieben Sicherheitskräfte getötet. Später seien afghanische und amerikanische Soldaten außerhalb von Kundus-Stadt gegen ein Versteck der Taliban vorgegangen. Dabei seien elf Aufständische erschossen worden. Vier weitere Extremisten wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums bei Kämpfen in der südöstlichen Provinz Paktia getötet.

Konflikte / Afghanistan
13.09.2009 · 13:49 Uhr
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