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Mehr als 4000 Beschwerden bei Afghanistan-Wahl

Fazel Ahmad ManawiGroßansicht

Kabul (dpa) - Bei der Parlamentswahl in Afghanistan sind mehr als 4000 Beschwerden über Betrug und Unregelmäßigkeiten registriert worden. Die Wahlbeschwerdekommission (ECC), die die Vorwürfe untersucht, teilte mit, 2500 schriftliche Klagen beträfen Vorfälle am Wahltag oder während der Stimmenauszählung.

Weitere 1700 Beschwerden bezögen sich auf die Zeit des Wahlkampfs, der Ende Juni begonnen hatte. Wahlbeobachter hatten nach der Abstimmung vom Samstag über Betrug und Unregelmäßigkeiten berichtet.

Ex-Präsidentschaftskandidat Abdullah Abdullah sagte am Mittwoch, seine Mitarbeiter hätten «solide Beweise» über massiven Betrug bei der Parlamentswahl gesammelt. Er warnte vor Konsequenzen, sollten die ECC und die Unabhängige Wahlkommission (IEC) die Fälle nicht aufklären. Abdullah hatte sich bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr aus der Stichwahl gegen Amtsinhaber Hamid Karsai zurückgezogen, dessen Lager er ebenfalls Betrug vorwarf.

Rund 2500 Kandidaten - darunter mehr als 400 Frauen - bewarben sich am vergangenen Samstag um die 249 Sitze im Unterhaus (Wolesi Dschirga). Die von den Vereinten Nationen unterstützte ECC prüft Meldungen über Betrug. Nach dem offiziellen Zeitplan soll sie ihre Entscheidungen bis zum 24. Oktober an die Wahlkommission (IEC) übermitteln. Diese will am 9. Oktober ein vorläufiges Ergebnis und am 30. Oktober ein amtliches Endergebnis verkünden.

Wahlen / Konflikte / Afghanistan
22.09.2010 · 15:05 Uhr
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