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Mehr als 30 Tote bei Anschlag in Pakistan

30 Tote bei erneutem Anschlag in PakistanGroßansicht
Islamabad (dpa) - Beim dritten Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans innerhalb von drei Tagen sind am Dienstag auf einem belebten Markt in der Stadt Charsadda mindestens 32 Menschen getötet worden.

Shahzeb Khan vom staatlichen Krankenhaus in Charsadda sagte, über 30 Leichen und mehr als 50 Verletzte seien in das Hospital gebracht worden. Dutzende weitere Schwerverletzte würden in der etwa 30 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt Peshawar behandelt. Die Zahl der Opfer könne wegen der vielen lebensgefährlich Verwundeten weiter steigen. Distrikt-Polizeichef Riaz Khan sagte, der Selbstmordattentäter habe sich auf dem Markt in einem Auto in die Luft gesprengt.

Augenzeugen sagten dem Sender Express Television, der Attentäter habe das Fahrzeug in andere Wagen und Marktstände gesteuert und dann den Sprengstoff gezündet. Dutzende Läden wurden bei der Explosion zerstört. Auch Versorgungskabel seien zerstört worden. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Verdächtigt wurden aber die Taliban, die für Dutzende ähnliche Anschläge in den vergangenen Monaten in Pakistan verantwortlich gemacht werden.

Erst am Montag waren bei einem Selbstmordanschlag in Peshawar drei Menschen getötet worden. Am Tag zuvor hatte ein Selbstmordattentäter in der Nähe von Peshawar 13 Menschen mit in den Tod gerissen, darunter einen Taliban-feindlichen Bürgermeister. Pakistans Premierminister Yousuf Raza Gilani verurteilte den Anschlag. Er sei vermutlich ein Vergeltungsakt für die Offensive der Regierungstruppen gegen die Taliban.

Bei der Detonation einer Autobombe auf einem Markt in Peshawar, der Hauptstadt der Nordwest-Grenzprovinz, waren im vergangenen Monat mehr als 110 Menschen getötet worden. Mitte vergangenen Monats begann die pakistanische Armee eine Offensive gegen die Taliban im Grenzgebiet zu Afghanistan. Die Extremisten haben ihre Anschläge seitdem besonders im Nordwesten des Landes verschärft.

Die Armee teilte am Dienstag mit, bei den jüngsten Gefechten der Offensive seien neun «Terroristen» getötet worden, ein weiterer sei gefangen genommen worden. Nach Angaben des Militärs kamen damit seit Beginn der Operation im Stammesgebiet Süd-Waziristan am 17. Oktober 495 Aufständische und 46 Soldaten ums Leben.

Konflikte / Pakistan
10.11.2009 · 17:34 Uhr
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