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Mehr als 162 000 falsche Hartz-IV-Bescheide

In der Widerspruchsstelle für Hartz IV der Arbeitsgemeinschaft Leipzig hält eine Mitarbeiterin einen Stempel für Eingänge von Widersprüchen in der Hand.

Nürnberg/Berlin (dpa) - Auch mehrere Jahre nach dem Start der Hartz-IV-Reform unterlaufen Jobcentern noch immer Fehler beim Ausstellen der Hartz-IV-Bescheide - 99 Prozent sind allerdings inzwischen korrekt.

Allein im vergangenen Jahr hätten 162 300 fehlerhafte Grundsicherungsbescheide die Jobcenter verlassen, geht aus dem entsprechenden Jahresbericht der Bundesagentur für Arbeit hervor. Über die Zahlen hatte auch die «Bild»-Zeitung berichtet.

Die Bundesagentur mit Sitz in Nürnberg hatte wiederholt auf die häufigen Personalwechsel in den Jobcentern hingewiesen. Die komplexe Materie und die häufigen Gesetzesänderungen machten zudem eine intensive Einarbeitung der Mitarbeiter notwendig. Trotzdem liege der Anteil der fehlerhaften Bescheide an den jährlich knapp 25 Millionen Bescheiden gerade mal bei 0,7 Prozent. In 830 200 Fällen legten Hartz-IV-Betroffene Widerspruch gegen die Bescheide ein. Knapp jeder dritte Widerspruch sei erfolgreich gewesen.

Soziales
26.07.2010 · 11:53 Uhr
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