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Mehr als 1500 Tote in Pakistan befürchtet

Flutkatastrophe in PakistanGroßansicht

Islamabad/New York (dpa) - Die Rettungskräfte in den pakistanischen Überschwemmungsgebieten rechnen inzwischen mit mehr als 1500 Toten. Allein in der Nordwest-Grenzprovinz gebe es bislang 1116 bestätigte Todesfälle, sagte der Sprecher des privaten Rettungsdienstes Edhi, Mujahid Khan, am Montag.

Berichte aus der betroffenen Region deuteten darauf hin, dass die Opferzahl auf weit über 1500 ansteigen könnte, sagte der Sprecher. Die benachbarten Stammesgebiete Khyber und Mohmand hätten bislang gar keine Hilfe erhalten. «Erst wenn wir dorthin vordringen, wird das ganze Ausmaß der Zerstörung deutlich», betonte Khan.

Etwa 30 000 Helfer und Soldaten sind im Katastrophengebiet im Einsatz. Nach Armeeangaben wurden bislang mehrere tausend Menschen aus überfluteten Bergdörfern gerettet. Die Hilfe reiche jedoch nicht aus, um das Ausmaß der Katastrophe zu bewältigen, sagte UN-Sprecherin Nicki Bennett in Islamabad. «Mehr als 27 000 Menschen in kleinen Dörfern sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten.» Die pakistanische Regierung geht davon aus, dass etwa 1,5 Millionen Menschen von den schlimmsten Überschwemmungen seit mehr als 80 Jahren betroffen sind.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich angesichts der vielen Opfer tief betroffen und kündigte die Freigabe weiterer Finanzmittel an. Über die bereits zugesagten Mittel hinaus habe Ban die Auszahlung weiterer zehn Millionen Dollar aus einem Nothilfeetat freigegeben, sagte ein Sprecher des Generalsekretärs in der Nacht zum Montag in New York. Ban habe dem pakistanischen Volk und der Regierung in Islamabad sein Beileid ausgesprochen. Zugleich habe er den Behörden Unterstützung bei der Versorgung der Flutopfer zugesagt.

Am Wochenende hatte bereits die Europäische Union eine Soforthilfe von 30 Millionen Euro bereitgestellt. Auch die Bundesregierung sagte Pakistan finanzielle Unterstützung zu. Am Montag sprachen Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel der pakistanischen Regierung ihre Anteilnahme aus. «Deutschland wird Mittel zur Verfügung stellen, um den Betroffenen so schnell wie möglich zu helfen», kündigte Wulff an.

Nach Angaben von Hilfsorganisationen stellt die Versorgung der Vertriebenen mit sauberem Trinkwasser das größte Problem dar. Zugleich warnen Helfer vor dem Ausbruch von Krankheiten. «Die Verschmutzung des Wassers könnte zu gravierenden gesundheitlichen Problemen führen», sagte der Einsatzleiter des Roten Halbmonds, Muhammad Ateeb Siddiqui, am Montag in Genf. Die Verteilung von Hilfsgütern werde zudem durch die zerstörte Infrastruktur stark behindert.

Das Rote Kreuz und seine Schwester-Organisation hätten seit Beginn der sintflutartigen Monsunregenfälle rund 20 000 Lebensmittelrationen an die notleidende Bevölkerung ausgegeben. Das UN-Welternährungsprogramm begann nach eigenen Angaben mit der Versorgung von 35 000 betroffenen Familien, die unter schwierigen Bedingungen in Notaufnahmelagern leben.

Rettungsdienst Edhi

Wetter / Unwetter / UN / Pakistan
02.08.2010 · 17:41 Uhr
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