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Medwedew wirft Israel gefährliche Rhetorik vor

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Berlin (dpa) - Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat Israel im Konflikt um das iranische Atomprogramm eine «gefährliche Rhetorik» vorgeworfen, die zu einem bewaffneten Konflikt im Nahen Osten führen könne.

Bei seinem Deutschland-Besuch sagte Medwedew in Berlin, Israel baue derzeit eine «Drohkulisse» auf. «Die Drohung mit einem Militärschlag kann in einen großen Krieg führen.»

Es komme jetzt darauf an, die Lage zu beruhigen, «Luft zu holen und Gespräche zu führen», sagte der russische Präsident bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundespräsident Christian Wulff. Moskau habe den Iran immer wieder aufgefordert, den ausschließlich friedlichen Charakter seines Atomprogramms zu belegen. «Leider gibt es noch keine Bewegung in diese Richtung», sagte Medwedew.

In den vergangenen Tagen wurden wegen des Streits über das iranische Atomprogramm Warnungen vor einem Militärschlag Israels und anderer Staaten laut. Der Westen vermutet seit langem, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms auch Atombomben entwickelt. In Kürze will die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA in Wien einen mit Spannung erwarteten Bericht zum iranischen Atomprogramm vorlegen.

International / Atom / Iran / Israel / Russland
08.11.2011 · 11:47 Uhr
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