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Medwedew schlägt Fonds für Umweltkatastrophen vor

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Moskau (dpa) - Um schneller auf Umweltkatastrophen wie die Ölpest im Golf von Mexiko reagieren zu können, hat Kremlchef Dmitri Medwedew einen internationalen Fonds vorgeschlagen. Staaten sollten Geld in einen gemeinsamen Topf einzahlen und sich so gegen Umweltschäden versichern und rückversichern.

Das sagte Medwedew in seinem Video-Blog. «In einigen Fällen könnten die reichsten Konzerne und selbst die reichsten Länder nicht genügend Geld haben.» Eine entsprechende Initiative will der russische Präsident beim bevorstehenden G20-Gipfel in Kanada vorstellen. Umweltschützer kritisieren immer wieder die hohe Umweltverschmutzung in Russland.

Zudem forderte Medwedew moderne internationale Gesetze. «Ich bin mir sicher, dass die derzeitigen Gesetze eine Katastrophe von solchem Ausmaß nicht abdecken», sagte er. Ereignisse wie im Golf von Mexiko machten deutlich, dass die Konsequenzen solch gewaltiger Unfälle nicht abzusehen seien. «Deshalb müssen wir uns weitergehende Maßnahmen überlegen, wie wir weitere Unglücke verhindern können.»

Medwedew räumte am Weltumwelttag große Probleme in Russland ein. Von der Sowjetunion habe das Land zwei Milliarden Tonnen Industriemüll geerbt, sagte er. Außerdem gebe es nach wie vor zahlreiche alte Aufbereitungs- und Kläranlagen.

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Umwelt / Russland / USA
06.06.2010 · 10:00 Uhr
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