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Mediziner warnt vor Schmerzmittelmissbrauch in der Fußball-Bundesliga

Bremen (dts) - Arno Lison, bis April Ärztlicher Direktor am Klinikum Bremen-Mitte und Arzt des nierenkranken Fußballprofis Ivan Klasnic, warnt in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin "Spiegel" vor Schmerzmittelmissbrauch in der Fußball-Bundesliga. Ihm sei "schleierhaft, was das bringen soll", einem angeschlagenen Spieler wie dem HSV-Profi Jerome Boateng am vorvergangenen Samstag in der 60. Minute eine Tablette gegen Schmerzen zu geben. "Es dauert mindestens 20 Minuten", so Lison, bis das Mittel wirke. Die Schmerztherapie auf dem Spielfeld sei besonders bedenklich, weil Fussballer "während des Spiels über drei Liter Wasser" verlieren. Dadurch steige das Risiko schädigender Effekte auf die Nieren erheblich, so Lison. Da der "wässrige Anteil des Blutes durch den Flüssigkeitsverlust stark eingeschränkt ist", erschwere das den Blutreinigungsprozess. Komme nun ein Schmerzmittel hinzu, so Lison, "kann es leicht toxische Effekte am Nierengewebe geben". Die Mengen an Schmerzmitteln im Profifußball seien zusammen mit dem Flüssigkeitsdefizit eine sehr gefährliche Mischung.
DEU / Fussball / Schmerzmittel
09.11.2009 · 02:24 Uhr
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