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Medizin: Spezialisten retten Frühgeborenes mit Mini-Herzkatheter

Bad Oeynhausen (dts) - Kinderkardiologen ist es gelungen, einem Neugeborenen mithilfe eines Mini-Herzkatheters das Leben zu retten. Das nur 1.500 Gramm schwere Frühchen kam mit einer Verengung der Lungenschlagaderklappe, einer sogenannten Pulmonalstenose, zur Welt. Im Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen konnten die Kinderkardiologen jedoch den sehr seltenen Eingriff, den Einsatz eines Miniherzkatheters ohne Vollnarkose, erfolgreich durchführen.

Ein solcher Eingriff konnte weltweit bis her nur sehr wenigen Frühgeborenen helfen, da das Verfahren bei so kleinen Patienten als extrem schwierig gilt und ein dafür notwendiges miniaturisiertes Kathetermaterial nicht zur Verfügung steht. "Wir haben für diesen Eingriff den Herzkatheter daher extra selbst anpassen müssen und konnten dadurch eine belastende große Herzoperation vermeiden", erläuterte Oberarzt Nikolaus Haas. Er erklärte zudem, dass ein solcher Eingriff im Vergleich zu einer Operation mit Vollnarkose und dem Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine in jedem Fall das schonendere Verfahren sei. So konnte der Säugling bereits vier Tage nach dem Eingriff auf die Frühgeborenenintensivstation im Heimatkrankenhaus verlegt werden.
DEU / Gesundheit
04.05.2011 · 18:48 Uhr
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