News
 

Medien: Wulff kann unsere Fragen veröffentlichen

«Bild»-Chefredakteur Kai Diekmann bot Wulff an, alle Anfragen seiner Zeitung sowie die Antworten im Internet zu veröffentlichen. Foto: Rainer Jensen/ArchivGroßansicht

Berlin (dpa) - In der Affäre um Christian Wulff haben mehrere Medien angeboten, dass er ihre Anfragen und seine Antworten im Internet veröffentlichen kann. «Bild»-Zeitung, «Berliner Zeitung» und «Frankfurter Rundschau» entbanden damit Wulffs Anwalt Gernot Lehr von der Verschwiegenheitspflicht.

Dieser hatte eine lediglich zusammenfassende Darstellung des relevanten Sachverhaltes vorgelegt und am Vortag mit den Worten begründet: «Eine Veröffentlichung der an uns gestellten Journalistenfragen würde das Recht der jeweils anfragenden Journalistinnen und Journalisten am eigenen Wort und an dem Schutz ihrer Rechercheergebnisse oder -ziele verletzen.»

Ein Sprecher des Springer-Verlages sagte auf Anfrage: «Wir würden uns freuen, wenn viele Journalistenkollegen unserem Beispiel folgen würden.» In einem Schreiben von «Berliner Zeitung» und «Frankfurter Rundschau» heißt es nach deren Angaben: «Alle Anfragen .... zu Wulffs Privatdarlehen, zu seinem BW-Bank-Kredit, zu Zinskonditionen und Urlaubsreisen, zu Unternehmerfreundschaften, Grundbucheinträgen, Sicherheiten, zu eventueller Steuerhinterziehung, zu Überweisungen, Daueraufträgen und Tilgungen dürfen gerne veröffentlicht werden.»

«Frankfurter Rundschau» und «Berliner Zeitung» erklärten in ihren Online-Ausgaben, eine solche Veröffentlichung werde auch zeigen, «wie wenig manche Antworten erklären, wie oft Nachfragen nötig waren, und dass auch die Antworten auf die Nachfragen bis heute vieles im Unklaren ließen».

Links zum Thema
Infos
Bundespräsident
12.01.2012 · 23:03 Uhr
[4 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
27.07.2017(Heute)
26.07.2017(Gestern)
25.07.2017(Di)
24.07.2017(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen