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Medien: Westen fordert Schließung iranischer Atomanlage

Washington (dts) - Der Westen verlangt im Vorfeld der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm einem Zeitungsbericht zufolge die sofortige Schließung der unterirdischen Atomanlage in Fordo. Dies berichtet die "New York Times" am Samstag und beruft sich dabei auf europäische und US-Diplomaten. Demnach fordere die westliche Staatengemeinschaft neben der Schließung der unterirdischen Atomanlage in Fordo auch einen Stopp der Urananreicherung auf 20 Prozent.

Die bereits vorhandenen Vorräte des angereicherten Urans von circa 100 Kilogramm müssten außerdem außer Landes gebracht werden, berichtet die Zeitung. Allerdings habe nach Informationen des Blatts die Schließung der Atomanlage in Fordo Priorität. Iran solle nach Vorstellung der USA in einem ersten Schritt die unterirdische Anreicherungsanlage, die besonders gut gegen mögliche Militärschläge geschützt sein soll, schließen und sie später komplett demontieren. Experten gehen allerdings davon aus, dass eine Schließung der Anlage für das Regime in Teheran auch aus innenpolitischen Gründen schwer zu akzeptieren sein dürfte. Die Fähigkeit Teherans, Uran auf 20 Prozent anzureichern, hatte in der jüngeren Vergangenheit die Besorgnis seitens des Westens ausgelöst, der Iran könnte waffenfähiges Uran herstellen. Prinzipiell würde die Anreicherung auf 20 Prozent bereits ausreichen, um Kernwaffen herzustellen, jedoch wären für diese Art von Waffen große Mengen des spaltbaren Materials notwendig. Deshalb spricht man erst ab einer Urananreicherung auf 85 Prozent von waffenfähigem Material. Die neuerlichen Atomgespräche zwischen Iran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland sollen am kommenden Freitag beginnen.
USA / DEU / Iran / Weltpolitik / Energie
08.04.2012 · 16:47 Uhr
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