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McChrystal begrüßt Obamas Afghanistan-Strategie

General Stanley McChrystalGroßansicht
Kabul (dpa) - Der Oberbefehlshaber der internationalen Truppen in Afghanistan, US-General Stanley McChrystal, hat die neue Strategie von US-Präsident Barack Obama für das Land am Hindukusch begrüßt.

Der Präsident habe ihn mit einer «klaren militärischen Mission sowie den notwendigen Ressourcen» ausgestattet, um die Aufgaben in Afghanistan erfüllen zu können, sagte McChrystal am Mittwoch in Kabul. Die in der Rede vermittelte «Entschlossenheit» sei wichtig, um die Sicherheit im Land wiederherzustellen und die Rückzugsräume von Terroristen zu beseitigen, die die regionale und globale Sicherheit bedrohten.

Gleichzeitig kündigte der General an, die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte zu verstärken. «Wir arbeiten daran, die Verantwortung für die Sicherheit im Land sobald möglich an die Afghanen zu übertragen.» Es werde allerdings mindestens vier Jahre dauern, bis Polizei und Armee auf die angestrebte Stärke von 400 000 Mann ausgebaut seien. «Bis dahin brauchen unsere afghanischen Partner die Unterstützung der Koalitionstruppen», so McChrystal.

Auch der afghanische Außenminister Rangin Dadfar Spanta begrüßte die Rede Obamas. Die überarbeitete Strategie ermögliche es seinem Land, in den nächsten Jahren die Verantwortung selbst zu übernehmen. «Wir müssen die Afghanisierung in den Bereichen Sicherheit und Regierungsführung beschleunigen. Es ist die Pflicht der Afghanen, die Last auf den eigenen Schultern zu tragen», so Spanta. Vor knapp zwei Wochen hatte die Regierung in Kabul bereits angekündigt, die Stärke der Armee von derzeit 93 000 auf 240 000 Mann zu erhöhen. Die Polizeikräfte sollen von 82 000 auf 160 000 verstärkt werden.

US-Präsident Obama hatte am Dienstag (Ortszeit) in einer Rede in der Militärakademie West Point erklärt, 30 000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Wenn die Truppenaufstockung im Sommer 2010 abgeschlossen sein wird, wird sich die Zahl der US-Soldaten auf rund 100 000 erhöht haben. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen kündigte in Brüssel zudem die Entsendung von mindestens 5000 weiteren Soldaten aus den NATO-Staaten an. Gleichzeitig stellte Obama in Aussicht, bereits Mitte 2011 die ersten Verbände wieder abzuziehen.

Konflikte / Afghanistan / USA
02.12.2009 · 14:29 Uhr
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