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McAllister: Aus für Wehrpflicht rüttelt an CDU-Werten

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Hannover (dpa) - Eine Abkehr von der Wehrpflicht, wie sie Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) anstrebt, rüttelt aus Sicht des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister (CDU) an Grundüberzeugungen der Union.

Der CDU-Landesvorsitzende, ein Befürworter der Wehrpflicht, forderte im Interview der Nachrichtenagentur dpa in Hannover eine gründliche Reform-Debatte in seiner Partei. «Die CDU war seit 1955 die Partei der Wehrpflicht und des Zivilen Ersatzdienstes. So etwas zu verändern, wäre schon eine Kursveränderung», sagte McAllister. Er bedauere auch die Verkürzung der Wehrpflicht. «Das war ein Preis, der dem Koalitionspartner FDP geschuldet war.»

Im Zuge der anstehenden Bundeswehrreform rechnet McAllister mit Kasernenschließungen. «Es wird zwangsläufig zu Standortschließungen der Bundeswehr in Deutschland kommen. Inwieweit Niedersachsen betroffen sein wird, kann derzeit noch keiner beurteilen», sagte er. «Niedersachsen darf aber nicht überproportional von Standortschließungen betroffen sein. Niedersachsen will und muss Bundeswehr-Land bleiben.» Er sehe gute Chancen, dass etwa der große Heeresstandort in Munster gestärkt werde, sagte McAllister. «Möglicherweise können gepanzerte Einheiten dort konzentriert werden.»

Verteidigung / Bundeswehr / Reform
23.08.2010 · 11:55 Uhr
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