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Maßnahmen gegen Computerspielsucht gefordert

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Berlin (dpa) - Angesichts einer zunehmenden Computerspielsucht bei Jugendlichen wird eine Einstufung dieser Abhängigkeit als Krankheit gefordert.

Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), Christian Pfeiffer, und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), begründeten dies am Freitag in Berlin mit der steigenden Zahl von Süchtigen.

«Wir vermuten, dass sich das Problem in den letzten vier Jahren um mindestens um 50 Prozent erhöht hat», sagte Pfeiffer unter Verweis auf Studien seines Instituts. Bätzing forderte, dass Eltern stärker kontrollieren müssten, was ihre Kinder am Computer tun.

Laut einer bereits im März erstmals vorgestellten Befragung des KFN von 15-Jährigen, wurden drei Prozent der befragten Jungen und 0,3 Prozent Mädchen als computerspielabhängig eingestuft. Weitere 4,7 Prozent der Jungen und 0,5 Prozent der Mädchen galten zumindest als gefährdet.

In anderen Ländern wie Südkorea seien die Probleme bereits besser erforscht, sagte Pfeiffer am Freitag bei der Jahrestagung Bätzings zum Thema «Internet und Computerspiele - wann beginnt die Sucht?» In Südkorea gelten 14 Prozent der Jugendlichen als süchtig. Gleichzeitig existierten aber auch mehr als 100 Kliniken, in denen die Betroffenen behandelt werden können. «Wir stehen da noch am Anfang», sagte Pfeiffer.

Sucht / Internet
03.07.2009 · 16:43 Uhr
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