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Massenproteste gegen Sparpolitik Italiens

Rom (dts) - In Italien hat es am Montag massive Proteste gegen die Sparpolitik der Regierung von Ministerpräsident Mario Monti gegeben. Mehrere tausend Hafenarbeiter, Beschäftigte von Autobahnmeistereien und Fuhrbetrieben beteiligten sich an dem Generalstreik. Für die kommenden Tage sind bereits weitere Maßnahmen in unterschiedlichen Branchen geplant.

Am Donnerstag und Freitag sind Arbeitnehmer von Bus- und Bahnunternehmen dazu aufgerufen, ihre Arbeit nieder zu legen. Ab Freitagnachmittag sollen die Banken bestreikt werden. Für den kommenden Montag schließlich sind Proteste im öffentlichen Dienst angekündigt. Ein Verständigungsversuch zwischen Monti und den Gewerkschaften war in der Nacht zum Montag gescheitert. "Die Regierung hat ihre Version des Sparpaketes verteidigt und hat versucht zu argumentieren, dass dieses Sparpaket ausgewogen sei. Die Regierung hat uns nicht überzeugt. Deshalb haben wir den Generalstreik ausgerufen", hieß es dazu in einer Erklärung des größten italienischen Gewerkschaftsbundes Confederazione Generale Italiana del Lavoro. Die Gewerkschaften kritisieren vor allem, dass die Lasten des Sparpakets ungerecht verteilt seien und vor allem Rentner und Arbeiter träfen. Das Sparpaket der Regierung Monti umfasst rund 30 Milliarden Euro. Es soll unter anderem durch Einsparungen bei Rentenzahlungen sowie Steuererhöhungen realisiert werden.
Italien / Wirtschaftskrise / Arbeitsmarkt / Proteste
12.12.2011 · 20:52 Uhr
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