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Massenausbruch aus mexikanischem Gefängnis

Mexiko-Stadt (dts) - Mehr als 150 Insassen sind aus einem Gefängnis in der Grenzstadt Nuevo Laredo geflohen. Nach Verlautbarungen aus Polizeikreisen sind die Flüchtigen durch den Diensteingang für Fahrzeuge geflohen. Dies lasse den Schluss zu, dass bei dem Ausbruch auch Gefängnis-Wärter involviert gewesen sein könnten.

Der Minister für öffentliche Sicherheit des Bundesstaats Tamaulipas, Antonio Garza, sagte, dass es "keine Zweifel" daran gäbe, dass Gefängnismitarbeiter den Insassen zur Flucht verholfen haben. Im selben Bundesstaat kam es bereits im vergangenen September zu einem Massenausbruch, bei dem insgesamt 85 Häftlinge fliehen konnten. Das Büro des Generalstaatsanwalts bestätigte unterdessen die Flucht, machte aber keine Angaben über Details. Polizisten und Soldaten sind nun auf der Suche nach den Flüchtigen. Ein Großteil der Entflohenen sollte Haftstrafen wegen Drogenhandels verbüßen. Die Drogenkartelle von Mexiko liefern sich einen erbitterten Krieg mit dem Militär und der Polizei Mexikos. Seit dem Dezember 2006, als Präsident Felipe Calderon den Kartellen den Kampf ansagte, fielen mehr als 31.000 Menschen dem Konflikt zum Opfer.
Mexiko / Justiz / Gesellschaft
18.12.2010 · 19:23 Uhr
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