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Marine zweifelt an Übergewicht von toter Kadettin

'Gorch Fock'Großansicht

Kiel/Berlin (dpa) - Marineinspekteur Axel Schimpf hat Zweifel am Übergewicht einer «Gorch Fock»-Kadettin geäußert, die auf dem Segelschulschiff in den Tod gestürzt war.

Im Verteidigungsausschuss des Bundestages sagte er nach Teilnehmerangaben, er wisse auch nicht, wie sich die angeblichen 83 Kilogramm erklären ließen.  Auch der NDR berichtete am Mittwoch von den Zweifeln des Vizeadmirals.

Die 25-Jährige war im November 2010 aus der Takelage gestürzt. Nach Medienberichten soll die 1,58 Meter große Frau wegen hohen Übergewichts nicht diensttauglich gewesen sein. Die Mutter des Opfers bestritt aber, dass ihre Tochter zu dick war.

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, sagte in der ARD-«Tagesschau», er erwarte, dass beim Eintreffen der Kadetten an Bord zweifelsfrei festgestellt werde, ob sie in der Lage zum Aufentern seien.

Die SPD forderte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) auf, die Besatzung der «Gorch Fock» schnell per Flugzeug nach Deutschland zurückzubringen. Die Missstände auf dem Segelschulschiff müssten zügig aufgeklärt werden, sagte SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold in Berlin.  «Wir können nicht auf die Rückkehr warten.» Die «Gorch Fock» ist derzeit auf der Heimreise von Argentinien in ihren Heimathafen Kiel und wird dort Ende April/Anfang Mai erwartet.

Verteidigung / Bundeswehr / Marine
09.02.2011 · 20:28 Uhr
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