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Margot Käßmann ist neues Gesicht der deutschen Protestanten

Hannover (dts) - Hannovers Landesbischöfin Margot Käßmann ist heute als erste Frau an die Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Mit einer großen Mehrheit von 132 der insgesamt 142 abgegebenen Stimmen hatte die EKD-Synode in Ulm für Käßmanns Ernennung zur Ratsvorsitzenden der Gemeinschaft gestimmt. Wie ihr Vorgänger Wolfgang Huber vertritt sie künftig die Interessen der knapp 25 Millionen Protestanten in Deutschland. Dabei gilt die 51-Jährige als moderne Vertreterin des Glaubens. Zu ihrer Scheidung im Jahr 2007, im evangelischen Glauben meist ein Tabu-Thema, hatte Käßmann stets gestanden. Statt die Fassade einer intakten Ehe aufrechtzuerhalten, wolle sie lieber ehrlich und wahrhaftig sein, so die neue Ratsvorsitzende damals. Auch in weiteren kirchlichen Fragen hatte sich Käßmann bereits eigensinnig gezeigt. So hatte sie "Denkverbote" immer wieder abgelehnt, solange an "Bibel, Jesus Christus, das Gesangbuch und das Gebet mit dem Vaterunser als Zentrum" festgehalten werde. In ihrem Buch "Du darfst - Die zehn Gebote" schreibt die promovierte Theologin nicht von Verboten, sondern davon, was der Mensch schaffen kann. Käßmanns öffentliche Ausstrahlung könnte, so die Hoffnung vieler deutscher Evangelen, für eine Kehrtwende im fortschreitenden Mitgliederschwund der EKD sorgen.
DEU / Kirche / Religion / Wahl
28.10.2009 · 13:34 Uhr
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