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Mappus betont eigenständigen Weg der Südwest-CDU

Stefan Mappus wird Nachfolger von Ministerpräsident Oettinger in Baden-Württemberg.
Hamburg/Stuttgart (dpa) - Der designierte baden-württembergische Ministerpräsident und Parteichef Stefan Mappus will die Eigenständigkeit der Südwest-CDU noch stärker betonen.

In einem Interview der Zeitung «Die Welt» ging er unter anderem auf Distanz zu dem von der CDU befürworteten Eingreifen beim Verkauf des Autobauers Opel. «Solche staatlichen Eingriffe wie bei Opel kommen bei uns nur bedingt gut an», sagte Mappus. «Wir finden es gut, wenn sich die Bundesregierung für Unternehmen engagiert, aber wir wollen trotzdem ordnungspolitisch sauber arbeiten.» Ärger mit Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel erwarte er dennoch nicht.

Nach den zuletzt schlechten Wahlergebnissen der CDU vor allem im Süden müsse die Partei ehemalige Wähler sowohl bei der FDP als auch bei den Nichtwählern zurückgewinnen. Die CDU müsse ihre Wurzeln, «das Liberale, das Soziale, aber auch das Konservative - unter dem Dach des christlichen Menschenbildes» gleichmäßig betonen.

Mit Blick auf die Neuverschuldung des Staates rief Mappus dazu auf, die Haushaltsdisziplin trotz der Wirtschaftskrise nicht aus den Augen zu verlieren. «Es ist allerdings eine Frage der Moral, sobald die Krise bewältigt ist, so weit als möglich wieder einen ausgeglichenen Haushalt anzustreben.»

Nach dem Wechsel von Ministerpräsident Günther Oettinger zur EU-Kommission soll der Stuttgarter CDU-Fraktionsvorsitzende Mappus neuer Regierungs- und Parteichef in Baden-Württemberg werden. Die Südwest-CDU nominierte den 43-Jährigen am Montag in Stuttgart einhellig zu Oettingers Nachfolger. Darüber hinaus soll Mappus beim Landesparteitag am 20. und 21. November auch zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2011 gewählt werden.

Parteien / CDU / Baden-Württemberg
27.10.2009 · 08:11 Uhr
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