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Mainzer Innenminister gegen Standort-Schließungen

Ein Soldat der Bundeswehr vor dem Haupttor einer Kaserne.Großansicht
Mainz (dpa) - Der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) hat Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) vor der Schließung von Bundeswehr-Standorten im Land gewarnt. «Ich sehe da keinen Spielraum», sagte Bruch der Deutschen Presse-Agentur.

Auch kleinere Standorte mit weniger als 900 Dienststellen seien nicht ohne weiteres verzichtbar. «Man muss ja auch die Funktionszusammenhänge zwischen den Standorten sehen, das kann man nicht an einer bloßen Zahl festmachen», sagte Bruch. So seien einzelne Standorte eng miteinander verknüpft.

Guttenberg hatte in der Debatte um eine Verkleinerung der Bundeswehr auch die Aufgabe kleiner Standorte ins Spiel gebracht. Als mögliche Orientierungsmarke gelten dabei 900 Dienststellen - von den 36 Bundeswehr-Standorten in Rheinland-Pfalz liegen nach Angaben Bruchs nur zehn über dieser Marke.

Um Deutschlands Aufgaben als NATO-Partner erfüllen zu können, brauche die Bundeswehr ihre Standorte, sagte Bruch. «Wir erwarten ja auch von den Amerikanern, dass sie ihre Militärstandorte bei uns erhalten. Umgekehrt fänden es die Amerikaner auch nicht gut, wenn wir unsere dann schließen.»

Gespräch: Marc Strehler, dpa

Verteidigung / Bundeswehr
12.06.2010 · 12:38 Uhr
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