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Magazin: Trittin erteilt schwarz-grünen Überlegungen Absage

Berlin (dts) - Der Spitzenkandidat der Grünen für die Bundestagswahl, Jürgen Trittin, hat Überlegungen für ein schwarz-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl eine Absage erteilt. Er kenne keinen Grünen, der eine Neigung für eine Koalition mit der Union habe, sagte Trittin in einem Gespräch in der am Montag erscheinenden Ausgabe des Magazins "Spiegel". "Die Union ist für Atomkraft, Steuersenkungen für Gutverdienende, Freiheit für die Finanzlobby und Aufweichung von Klimaschutz zugunsten von Spritfressern und Industrie", sagte er und fügte mit Blick auf mögliche Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl hinzu: "Das wird ein sehr kurzes Gespräch." Trittin ließ erkennen, dass er nach den Erfolgen seiner Partei bei den Europa- und Kommunalwahlen die Chance sieht, die SPD in manchen Gegenden Deutschlands dauerhaft als stärkste linke Partei zu verdrängen. "Es gibt Gegenden, wo die SPD über Jahrzehnte gedemütigt wurde, in Bayern und Baden-Württemberg etwa. Da ist sie zu einer Partei ohne Selbstbewusstsein geworden, und es gibt in der rot-grünen Wählerschaft die Sehnsucht nach einer echten Alternative. Das eröffnet uns die Chance, die SPD als starke Partei des linken Spektrums abzulösen."
DEU / Parteien / Bundestagswahl
20.06.2009 · 08:59 Uhr
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