News
 

Magazin: Misshandlungen in Guantanamo trotz Obamas Folterverbot

Washington (dts) - In Guantanamo werden Gefangene nach wie vor misshandelt, obwohl Präsident Obama jede Form der Folter verboten hat. Das berichtet das Magazin "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Dabei geht es um den Fall des 43-jährigen Algeriers Lakhdar Boumediene, der zu den prominentesten Gefangenen in Guantanamo gehörte, weil er im Juni 2008 vor dem Supreme Court in Washington siegte und dann von einem Bundesgericht freigesprochen wurde. Dennoch musste er noch ein halbes Jahr in Guantanamo bleiben, trat deshalb in einen Hungerstreik und sei nach eigener Aussage bei der Zwangsernährung misshandelt worden. Robert Kirsch, ein renommierter Anwalt aus Boston, berichtet, dass sein Mandant in eine Zelle gesperrt worden sei, "die auf zehn Grad Celsius heruntergekühlt war, seine Matratze stank nach Fäkalien, Essensresten und Erbrochenem". Eine Delegation des Pentagon, die sich ein Bild über die Verhältnisse in Guantanamo verschaffte, berichtete ebenfalls von Übergriffen einer Sondereinheit des Wachpersonals.
USA / Guantanamo / Folter
18.07.2009 · 10:29 Uhr
[1 Kommentar]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
23.10.2017(Heute)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen