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Magazin: Medikament Lantus kann laut Studien Krebsrisiko erhöhen

Köln (dts) - Erstmals zeigen gleich mehrere Studien an Menschen, dass das Diabetesmittel Lantus das Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich erhöhen könnte. Das berichtet das Magazin "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Eine der Studien, die demnächst in der angesehenen Fachzeitschrift Diabetologia veröffentlicht werden sollen, stammt vom Kölner Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Für diese Studie wurden erstmals die Krankendaten von mehr als 12.7000 Diabetiker ausgewertet, die entweder mit Humaninsulin, mit Lantus oder mit zwei anderen Insulinanaloga behandelt wurden. Das Ergebnis: Bei gleicher Behandlungsdosis ist das Krebsrisiko für Patienten, die Lantus nehmen, offenbar deutlich höher als für Humaninsulin-Patienten. Dabei würde der Unterschied mit steigender Dosis immer größer. Bei einer Tagesdosis von 30 Einheiten Insulin wäre das Krebsrisiko bereits um knapp 20 Prozent höher. Knapp 3.500 neue Krebsfälle pro Jahr könnten auf Lantus zurückzuführen sein. Lantus spritzen sich in Deutschland schätzungsweise 500.000 Patienten. Die Pharmahersteller warben für die Analoginsuline immer damit, dass sie die Insulinbehandlung verbessern.
DEU / Gseundheit
27.06.2009 · 07:59 Uhr
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