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Magazin: Korruptionsverdacht im Transplantationsskandal erhärtet sich

Göttingen (dts) - Im Göttinger Klinikskandal erhärtet sich der Korruptionsverdacht gegen den verantwortlichen Chirurgen. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" aus Kreisen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) erfuhr, soll der Mediziner eine Patientenrechnung in Höhe von knapp 8.800 Euro von seinem Privatkonto beglichen haben. Womöglich hatte er zuvor illegal Geld angenommen.

Der ehemalige Oberarzt der Uniklinik hatte dem ausländischen Patienten im vergangenen Jahr eine Leber eingepflanzt. Da der Mann keine Krankenversicherung besaß, musste er eine 8.800-Euro-Pauschale an die DSO bezahlen. Ein DSO-Sprecher sagte "Focus", es sei "absolut unüblich", dass der Arzt diese Zahlung leistet. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen den Mediziner und einen Kollegen wegen Bestechlichkeit. Die Ärzte sollen in 23 Fällen Krankenakten gefälscht haben, so dass Patienten gegen die Regeln Spenderlebern bekamen. Der Anwalt des zweiten Mediziners erklärte: "Mein Mandant bestreitet, jemals von Patienten Geld genommen zu haben."
DEU / Gesundheit / Kriminalität
28.07.2012 · 08:08 Uhr
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