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Männer der Macht im Gottesstaat Iran

ChameneiGroßansicht
Hamburg (dpa) - In der Islamischen Republik Iran sind Politik und Religion untrennbar miteinander verbunden. Der schiitische Klerus hält die Fäden der Macht fest in der Hand. Wichtige Akteure:

ALI CHAMENEI: Der Revolutionsführer auf Lebenszeit beherrscht das Land mit umfassender Machtfülle. Er ist geistliches Oberhaupt, höchste politische Instanz und steht laut Verfassung über Recht und Gesetz. Der Geistliche ist Oberbefehlshaber von Armee und Revolutionsgarden, kontrolliert den Wächterrat, bestätigt gewählte Präsidenten, ernennt die Spitzen der Justiz und bestimmt die Massenmedien.

MAHMUD AHMADINEDSCHAD: Teherans Ex-Bürgermeister gewann 2005 die Präsidentenwahl und löste seinen moderaten Vorgänger Mohammed Chatami ab. Der Populist ohne religiösen Titel gibt sich als «Held der kleinen Leute». Er gilt als enger Gefolgsmann Chameneis und weiß die Revolutionsgarden hinter sich. Der politische Hardliner sorgt als Holocaustleugner und kompromissloser Verfechter des iranischen Atomprogramms international für Besorgnis.

ALI LARIDSCHANI: Der Parlamentspräsident kritisierte mehrfach die Politik Ahmadinedschads. Als Kandidat des konservativen Lagers scheiterte er bei der Präsidentenwahl 2005 schon in der ersten Runde. Laridschani war als Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrates 2005 bis 2007 der Chefunterhändler Irans im Streit über das Atomprogramm.

ALI AKBAR HASCHEMI RAFSANDSCHANI: Der moderate Kleriker ebnete als Präsident (1989-1997) den Weg für seinen reformorientierten Nachfolger Chatami. Nach mehreren gescheiterten politischen Comebackversuchen wurde er 2006 Leiter des Expertenrates, der formal den Revolutionsführer wählt. Rafsandschani gilt mit einem geschätzten Vermögen von einer Milliarde Euro als reichster Mann im Iran.

MOHAMMED CHATAMI: Der als Reformer geltende Geistliche gewann die Präsidentenwahlen 1997 und 2001. Der konservative Klerus unter Chamenei unterlief seinen Kurs durch die Ablehnung von Gesetzen oder die Verhaftung von Vertrauten. 2009 wollte er ursprünglich gegen Ahmadinedschad antreten, zog seine Kandidatur aber zugunsten von Mussawi zurück.

HUSSEIN MUSSAWI: Als Ministerpräsident führte er sein Land mit harter Hand durch die Krisenjahre im Krieg gegen den Irak (1980-1988). Er organisierte die Kriegswirtschaft und verstärkte die Repression gegen Regimegegner. Als sein Amt 1989 abgeschafft wurde, zog er sich weitgehend aus der Politik zurück, wurde aber Berater Chatamis. Nach dem Verzicht seines Mentors kandidierte Mussawi als Hoffnung der Opposition gegen Ahmadinedschad.

Konflikte / Wahlen / Iran
23.06.2009 · 13:20 Uhr
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