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Lufthansa-Piloten wollen offenbar über Geschäftspolitik bestimmen

Berlin (dts) - Die Lufthansa-Piloten, die ab Montag einen viertägigen Streik angekündigt haben, wollen sich offenbar nicht nur mit einer Nullrunde beim Gehalt und einer Jobgarantie zufrieden geben. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, stellen die Piloten der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit in einem geheimen Papier zusätzlich weitreichende Forderungen, um auch auf die künftige Geschäftsentwicklung der Airline Einfluss zu nehmen. In einer internen "Klarstellung" würden sie fordern, "dass die Beteiligung an einer ausländischen Fluggesellschaft unter der Dachmarke Lufthansa ... zur vollumfänglichen Integration in den Geltungsbereich des Konzerntarifvertrages unter den jeweils gültigen Tarifbedingungen der Passage bzw. der Fracht führt". Damit müsste die Lufthansa auch Piloten neuer ausländischer Tochterfirmen zu den meist höheren deutschen Lufthansa-Gehältern entlohnen. Lufthansa-Personal-Vorstand Stefan Lauer wolle dies nicht hinnehmen. Das Piloten-Papier kommentierte er mit den Worten, es könne nicht sein, "dass die Pilotengewerkschaft damit entscheidet, was Lufthansa im Ausland machen darf und was nicht". Es sei in der deutschen Industriegeschichte eine einmalige Forderung von Piloten, deutsche Tarifverträge auf ausländische Tochterunternehmen übertragen zu wollen. "Das können wir nicht akzeptieren." Wenn die Vereinigung Cockpit dagegen eine Arbeitsplatzgarantie fordere, so Lauer, "habe ich damit gar kein Problem".
DEU / Unternehmen / Luftfahrt
20.02.2010 · 10:07 Uhr
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