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Londoner Studentenaufstand offenbar über Facebook geplant

London (dts) - Die Gewaltausschreitungen während der Studentenproteste in London am Mittwoch sind offenbar vorab geplant gewesen. Wie der britische TV-Sender "Sky" am Donnerstag berichtet, haben anarchistische Studentengruppen bekannte Internetportale, darunter auch das soziale Netzwerk Facebook, mindestens eine Woche vor den Protesten zum Aufruf zu "direkten Aktionen" und "zivilem Ungehorsam" genutzt. Außerdem habe der "Radical Workers` and Students` Bloc" bereits Mitte Oktober dazu aufgefordert, die Regierungspläne offensiv "im Namen des Zusammenhalts" zu bekämpfen.

Trotz der Vorankündigungen war die Polizei nicht auf Gewaltausschreitungen vorbereitet gewesen. "Der Zeitpunkt und die Art der Ausschreitungen waren ausschlaggebend. Diese Faktoren ließen sich nicht planen", so ein Polizeisprecher. Die Beamten mussten während der Proteste die Zahl der Einsatzkräfte verdoppeln. Am Mittwoch demonstrierten rund 50.000 Studenten gegen die von der Regierung geplante Erhöhung der Studiengebühren von umgerechnet circa 17.500 Euro auf knapp 25.000 Euro pro Jahr. Die Demonstranten stürmten die Zentrale der regierenden Konservativen Partei und zerschlugen Glasfronten des Gebäudes. Vor dem Parteihaus entzündeten Demonstranten Feuer. Nach Angaben der Polizei mussten acht Menschen in Krankenhäusern behandelt werden, 41 Beamte und einige Demonstranten wurden verletzt.
Großbritannien / Bildung / Proteste / Gewalt / Internet / Kriminalität
11.11.2010 · 22:28 Uhr
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