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London und Paris sprechen über Finanzkrise

London (dpa) - Der britische Premierminister David Cameron und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy haben sich zum Vorgehen in der Finanzkrise in der Eurozone und in den USA verständigt.

Das teilte ein Sprecher der Downing Street mit. Beide hätten sich am Samstag telefonisch darauf verständigt zusammenzuarbeiten, die Situation genau zu beobachten und in den nächsten Tagen in Kontakt zu bleiben, sagte der Sprecher. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Der britische Wirtschaftsminister Vince Cable bezeichnte unterdessen Großbritannien als «sicheren Hafen» in der Finanzkrise. Die Regierung in London werde als verlässlich angesehen, weil sie ihre Sparmaßnahmen konsequent durchgezogen habe. Großbritannien habe eine ähnliche Herabstufung wie in den USA rechtzeitig vermieden. «Die Finanzmärkte konzentrieren sich nun auf die Kreditwürdigkeit von Regierungen», sagte er dem Sender Sky News. «Vor drei Jahren ging es um die Schulden der Banken, jetzt geht es um die Schulden von Regierungen.»

Britische Medien berichteten am Samstag über eine mögliche Telefonkonferenz der G-7-Finanzminister an diesem Sonntag, um die Finanzmärkte noch vor Öffnung der Börsen am Montag zu beruhigen. Der britische Finanzminister George Osborne wolle seinen Urlaub in den USA für ein Telefongespräch mit seinem polnischen Amtskollegen Jacek Rostowski unterbrechen, bestätigte das Finanzministerium in London.

Finanzen / EU / Großbritannien / Frankreich / USA
06.08.2011 · 22:06 Uhr
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