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London: Traditionelle Multikulti-Stadt

Berlin (dpa) - Die 7,5-Millionen-Metropole London nennt sich selbst gern einen Schmelztiegel. Menschen aus mehr als 100 Nationen leben hier zumeist friedlich zusammen - weit mehr Sprachen und Dialekte werden gesprochen.

Fast jeder dritte Londoner hat heute ausländische Wurzeln. Die Vielfalt der britischen Hauptstadt hängt mit der langen Kolonialgeschichte des Landes zusammen und spiegelt sich in ihren Stadtvierteln.

Rund 13 Prozent der Londoner stammen aus Asien. Die größte Gruppe unter ihnen sind mit mehr als 400 000 Menschen die Inder. Jeweils fast 150 000 Menschen kommen darüber hinaus aus Pakistan und Bangladesch. Zehn Prozent der Einwohner haben Wurzeln in Afrika und in der Karibik. Mehr als drei Prozent der Londoner kommen ursprünglich aus China.

Der oft belebende Mix der Stadt lässt sich auch an den Religionen und ihren Bauten ablesen. Es gibt es rund 150 Moscheen, 40 Hindu-Tempel und 25 Sikh-Tempel. London, das als aufregende, aber auch sehr teure Großstadt gilt und eine Finanzmetropole Europas ist, wirkt aber auch als Magnet für ganz Großbritannien. Jeder achte Brite lebt in der Hauptstadt.

Multikulturelles Leben gehört in London zum Alltag dazu und wird meist als Selbstverständlichkeit wahrgenommen. Hass-Thesen und Rassismus gibt es trotzdem. Zum nationalen Aufregethema taugte das allerdings selten. Mangelnde Integration von Migranten, das Bildungsgefälle und soziale Benachteiligung bleiben aber drängende Probleme.

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Gesellschaft / Gewalt / Großbritannien
09.08.2011 · 19:19 Uhr
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