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Löw hat Spaß am Traumstart

Bundestrainer Löw war zufrieden mit seiner Mannschaft.Großansicht
Durban/Pretoria (dpa) - Nach dem Traumstart in die Fußball-Weltmeisterschaft wurde in der deutschen Kabine laut gejubelt, aber noch vor der nächtlichen Rückreise ins Stammquartier ging der Blick schon wieder nach vorne.

«Wir wissen alle, dass Australien nicht das Maß aller Dinge war», erklärte Bundestrainer Joachim Löw nach dem umjubelten 4:0-Sieg am Sonntagabend in Durban und ergänzte: «Wir werden noch härtere Prüfsteine haben in diesem Turnier.» Dazu zählt er bereits Serbien im zweiten Gruppenspiel am kommenden Freitag.

Mittelfeldchef Bastian Schweinsteiger rief noch vor dem einstündigen Rückflug von der Ostküste in die Hauptstadt Pretoria die nächste Etappe aus: «Für uns gibt es jetzt nur ein Ziel: So schnell wie möglich das Achtelfinale zu erreichen», sagte der Münchner nach der besten Leistung einer deutschen Nationalmannschaft in einem WM-Auftaktspiel seit dem dritten und bislang letzten Titelgewinn 1990 in Italien. «Es hat Spaß gemacht, der Mannschaft zuzuschauen», sagte ein erleichterter und zufriedener Löw. Erst kurz nach 3.00 Uhr war der DFB-Tross am Montag wieder im Hotel Velmoré in Erasmia.

Löws junge Truppe ließ im ausverkauften Moses-Mabidha-Stadion mehr als nur erahnen, was sie mit ihrem großen Offensiv-Potenzial und ihrem Spielwitz erreichen könnte. Die Tore von Lukas Podolski (8. Minute) und Miroslav Klose (26.) sowie die in Überzahl erzielten Treffer des jungen Thomas Müller (68.) und Joker Cacau (70.) nach der Roten Karte für Tim Cahill (56.) waren allesamt schön herausgespielt. «Unser Traum ist, den Titel zu holen. Dafür sind wir hier», erklärte Mesut Özil. Der 21-jährige Bremer war Dreh- und Angelpunkt in der Offensive, stand sinnbildlich für den neuen deutschen Spaßfußball.

Insbesondere Klose war erleichtert, dass er mit seinem insgesamt elften WM-Tor, mit dem er in der ewigen deutschen Schützenliste mit Jürgen Klinsmann auf Platz zwei gleichziehen konnte, die Diskussionen um seine Turniertauglichkeit beenden konnte. «Ich war schon froh, dass der Ball drin war», sagte der Münchner zu seinem Kopfballtor. Abhaken, weiter geht's, erklärte Kapitän Philipp Lahm aber noch in der Nacht zum Montag: «Noch sind wir nicht weiter. Wir müssen im nächsten Spiel wieder so mutig nach vorne spielen.»

Dass in der Heimat schon nach dem ersten Spiel wieder die WM-Euphorie ausgebrochen ist, hörten die deutschen Akteure gerne. «Ich denke, ganz Deutschland ist im WM-Fieber. Die Leute sollen feiern», kommentierte Torschütze Podolski. Man selbst müsse dagegen ganz schnell auf die nächste Aufgabe gegen Serbien umschalten.

Löw ist froh, dass der erste Druck weg ist. «Ein guter Start ist immer wichtig, um Selbstbewusstsein und Sicherheit mitzunehmen. Wir haben jetzt die Möglichkeit, mit einem weiteren Sieg aus zwei Spielen den nächsten Schritt ins Achtelfinale zu machen», bilanzierte er zufrieden. Klose hob die Strahlkraft hervor, die das hohe Ergebnis und insbesondere die überzeugende Art und Weise des Erfolges auch auf die Titelkonkurrenten hat: «Damit haben wir uns Respekt verschafft.»

Fußball / WM / Deutschland / Australien
14.06.2010 · 10:37 Uhr
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