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Löw glaubt an Sieg gegen England

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Bloemfontein (dpa) - Fußball-Deutschland fiebert dem Anpfiff des WM-Knüllers gegen England entgegen. Um 16.00 Uhr beginnt in Bloemfontein das Achtelfinale gegen den Erzrivalen von der Insel mit seinen Top-Spielern wie Wayne Rooney, Frank Lampard oder Steven Gerrard.

«Wir sind in der Lage, England zu schlagen», sagte Bundestrainer Joachim Löw selbstbewusst. Löw verspricht den Millionen Fans in der Heimat einen großen Kampf, der 90 Minuten, 120 Minuten oder sogar bis zu einem entscheidenden Elfmeterschießen dauern könnte: «Wir werden in der Lage sein, mit unserer jungen Mannschaft dagegenzuhalten.»

Den Bundestrainer plagen allerdings große Personalsorgen. Der Einsatz von Mittelfeldchef Bastian Schweinsteiger hängt an einem seidenen Faden. Auch Jérome Boateng ist fraglich. Beide Akteure konnte wegen muskulärer Probleme am Samstag beim Abschlusstraining nur ein reduziertes Übungsprogramm absolvieren. Man werde «definitiv erst kurz vor dem Spiel» eine Entscheidung treffen können, kündigte Torwart-Coach Andreas Köpke am Samstagabend an.

Ein Ausfall steht bereits fest: Der Stuttgarter Angreifer Cacau kann wegen einer Bauchmuskelzerrung nicht spielen. Miroslav Klose wird nach seiner verbüßten Sperre beim 1:0 gegen Ghana wieder stürmen.

«Alle Spieler sind heiß zu spielen. Das ist eine große Herausforderung», sagte Kapitän Philipp Lahm vor der 32. Auflage des Klassikers. Der Sieger trifft im WM-Viertelfinale auf den Gewinner des K.o.-Spiels zwischen Argentinien und Mexiko, die sich am (heutigen) Sonntagabend (20.30 Uhr) in Johannesburg gegenüberstehen.

Zehntausende schwarz-rot-goldene Anhänger dürften in Deutschland wieder zum Public Viewing strömen und vor großen Videowänden Lahm & Co. die Daumen drücken. «Es gibt nichts Schöneres: Deutschland gegen England, Sonntag, 16.00 Uhr, Public Viewing und Grillen - das ist das, was Fußball ausmacht. Der Tagesablauf wird vom Fußball bestimmt. Die Leute gehen zum Baden an den See, aber um 16 Uhr ist jeder zu Hause. Auf dieses große Spiel kann sich jeder freuen», beschrieb Kapitän Lahm den Ausnahmezustand rund um dieses Fußball-Ereignis.

«Jeder weiß, dass es ein besonders großes Spiel ist. Es ist eine große Anspannung da», berichtete DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. Auch die Engländer sind heiß und setzen große Hoffnungen in den bislang in Südafrika noch torlosen Stürmerstar Rooney. «Er steht unter Strom. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er trifft», erklärte Teamkollege Steven Gerrard am Samstagabend in Bloemfontein.

Die deutsche Elf hat die letzten beiden großen Turnier-Vergleiche gewonnen. Im WM-Halbfinale 1990 in Italien und im EM-Halbfinale 1996 in England siegte sie jeweils nach Elfmeterschießen und holte danach auch beide Male den Titel. Im Training wurden Elfer wieder fleißig geübt.

Fußball / WM / England / Deutschland
27.06.2010 · 13:55 Uhr
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