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LKA vergleicht im Fall Mannichl DNA-Spuren

Ein von der Polizei zur Verfügung gestelltes Foto zeigt den durch eine Messerattacke verletzten Passauer Polizeichef Alois Mannichl im Klinikum Passau. Archivfoto von 2008: Polizeipräsidium Niederbayern/Oberpfalz

München (dpa) - Im Zusammenhang mit der Neonazi-Mordserie vergleicht das Landeskriminalamt (LKA) DNA-Spuren der rechtsextremistischen Gruppierung mit Material des Falles Mannichl. «Wenn sie identisch wären, gäbe es Bezüge», sagte ein LKA-Sprecher in München.

Der frühere Passauer Polizeichef Alois Mannichl war 2008 in Fürstenzell nahe Passau niedergestochen und schwer verletzt worden. Der Täter wurde nie gefasst, es gab aber Spekulationen über einen rechtsextremistischen Hintergrund. Im Labor lägen noch einige DNA-Spuren von 2008, die damals niemandem hätten zugeordnet werden können, sagte der Sprecher.

Wie viel Material bereits überprüft wurde, konnte er zunächst nicht sagen. «Das ist eine relativ aufwendige Angelegenheit.» Er warnte vor voreiligen Schlüssen. Die Untersuchungen seien derzeit noch reine Routine. Mannichl hatte zuvor gesagt, er wolle nicht spekulieren. «Damit würde ich nur die Arbeit der Kollegen erschweren.» Das Landeskriminalamt hatte seinen Fall vorläufig zu den Akten gelegt. Heute arbeitet Mannichl in leitender Funktion im Polizeipräsidium Niederbayern in Straubing.

Extremismus / Kriminalität
17.11.2011 · 11:14 Uhr
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