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+++ Live-Ticker zur Japan-Katastrophe +++

Tokio/Berlin (dpa) - Live-Ticker zur Lage in Japan, zu den internationalen Reaktionen und zur Atom-Debatte in Deutschland:

[23:49] +++ Milch in Präfektur Fukushima über Strahlengrenzwert +++

[22:51] +++ Feuerwehrleute in Fukushima beenden Einsatz +++

Die Feuerwehrleute im japanischen Krisen-Atomkraftwerk Fukushima Eins haben nach rund 13 Stunden ihren Einsatz beendet. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag berichtete, hörten sie damit auf, mit Spezialfahrzeugen Tonnen von Meerwasser auf Reaktor 3 und 4 zu spritzen. Unterdessen soll die Temperatur im Kühlbecken von Block 6 gesunken sein.

[20:46] +++ Reaktor 2 soll am Sonntag mit Strom versorgt werden +++

In Fukushima soll am Sonntag der schwer beschädigte Reaktor 2 wieder mit Strom versorgt werden. Damit soll das Kühlsystem des Reaktors wieder in Gang gesetzt werden, das normalerweise eine Überhitzung verhindert. Ob die Pumpen und Leitungen nach den gewaltigen Explosionen noch funktionieren, ist allerdings völlig unklar.

[20:34] +++ IAEA-Chef Amano will Kommunikation mit Tokio weiter ausbauen +++

[19:44] +++ Putin besucht demonstrativ Nachbarinsel von Japan +++

Bei einem demonstrativen Besuch auf der russischen Insel Sachalin nördlich von Japan hat Regierungschef Wladimir Putin versucht, seinen Landsleuten Sorgen vor einer radioaktiven Gefahr zu nehmen.

[19:18] +++ Nach Tsunami: Mittlerweile 7320 Tote in Japan +++

[18:31] +++ IAEA: Risiko für Katastrophe in Fukushima sinkt +++

Der Eintritt der schlimmstmöglichsten Katastrophe in Fukushima wird nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA mit jedem Tag unwahrscheinlicher: «Die Dinge entwickeln sich in die richtige Richtung.»

[18:11] +++ Japanische Atombehörde warnt vor radioaktivem Regen +++

Angesichts erwarteter Regenfälle mit einer möglichen Belastung durch radioaktive Partikel hat die japanische Atomenergiekommission die Bevölkerung der Krisenregion aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben.

[17:48] +++ Inmitten der Katastrophe: Tokio feiert Bau-Rekord mit Fernsehturm +++

Nur eine Woche nach der Erdbebenkatastrophe in Japan haben Bauarbeiter in Tokio einen Rekord geschafft. Sie stellten den höchsten Fernsehturm der Welt fertig. Mit 634 Metern ist der «Tokyo Sky Tree» nun sogar das zweithöchste Gebäude überhaupt.

[17:25] +++ Sechs Fukushima-Helfer bekommen hohe Strahlenbelastung ab +++

[17:05] +++ Grüne jetzt für Abschaltung aller AKW bis 2017 +++

[16:56] +++ Tausende fordern Ende der Atomkraft +++

Mehrere tausend Menschen haben in Deutschland für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft demonstriert. In Köln gingen nach Polizeiangaben 1500 Menschen auf die Straße, in Hamburg protestierten 1200 Kernkraftgegner vor dem Kundenzentrum des Energieversorgers Vattenfall.

[16:45] +++ Tokio will mit Seoul und Peking bei Atomsicherheit kooperieren +++

[16:36] +++ Nord-FDP will die Laufzeitverlängerung ganz zurücknehmen +++

[15:58] +++ Bundesregierung trifft Vorsorge zum Strahlenschutz +++

Die Bundesregierung hat wegen der Atomkatastrophe in Japan eine Reihe vorsorglicher Maßnahmen zum Strahlenschutz in die Wege geleitet.

[15:45] +++ Bundesliga gedenkt Tsunami-Opfern +++

[15:30] +++ Toyota: Europas Automarkt von Katastrophe kaum betroffen +++

[15:22] +++ Bergungsspezialisten kommen aus Japan zurück +++

Deutsche Bergungsspezialisten sollen am Samstag aus Japan zurückkehren. Die 41 Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) werden gegen 21.00 Uhr auf dem Flughafen Frankfurt landen, teilte das THW in Bonn mit. Die Helfer hatten seit Montag in der Präfektur Miyagi nach Verschütteten gesucht. Sie hatten ihren Einsatz abgebrochen, weil es praktisch keine Chance mehr auf Überlebende gab.

[15:05] +++ Frankreich fliegt knapp tausend Landsleute aus Japan aus +++

Frankreich hat seit Donnerstag knapp tausend seiner Landsleute aus Japan ausgeflogen. Regierungsflugzeuge hätten die insgesamt 977 Menschen aus besonders gefährdeten Gebieten zunächst nach Südkorea transportiert, berichtete das Außenministerium in Paris am Samstag.

[14:46] +++ Grüne jetzt für Abschaltung aller AKW bis 2017  +++

Angesichts der Nuklearkatastrophe von Fukushima verschärfen die Grünen ihren Anti-Atom-Kurs. Die Partei will nun das Atomzeitalter in Deutschland bis 2017 beenden und alle Kernkraftwerke bis dahin endgültig stilllegen. Das beschloss die Bundespartei auf einem kleinen Parteitag in Mainz.

[13:38] +++ Tokio stoppt Verkauf von Lebensmitteln aus Fukushima  +++

Das japanische Gesundheitsministerium hat einen Verkaufsstopp von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima angeordnet. Dies teilte die internationale Atomenergiebehörde IAEA am Samstag mit.

14:46] +++ Grüne jetzt für Abschaltung aller AKW bis 2017  +++

Angesichts der Nuklearkatastrophe von Fukushima verschärfen die Grünen ihren Anti-Atom-Kurs. Die Partei will nun das Atomzeitalter in Deutschland bis 2017 beenden und alle Kernkraftwerke bis dahin endgültig stilllegen. Das beschloss die Bundespartei auf einem kleinen Parteitag in Mainz.

[13:27] +++ Spuren von Radioaktivität im Trinkwasser Tokios  +++

Im Trinkwasser von Tokio sind Spuren von radioaktivem Jod aufgetaucht. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo mit Verweis auf die japanische Regierung. Auch in der Provinz Gunma seien «sehr geringe Mengen von radioaktivem Material» im Trinkwasser gefunden worden, schreibt die Agentur Jiji Press. Die Präfektur grenzt an die Provinz Fukushima, in der Kernreaktoren außer Kontrolle geraten sind. Es blieb unklar, wie die radioaktiven Partikel über die Distanz in das Trinkwasser von Gunma gelingen konnten und ob sie überhaupt aus dem AKW Fukushima stammen. Radioaktive Strahlung tritt sonst auch zum Beispiel in Krankenhäusern und Laboren auf.

[13:18] +++ Trotz Beben: Tokio vollendet höchsten Fernsehturm  +++

Als hätte es das Mega-Erdbeben nicht gegeben: In Tokio haben japanische Bauarbeiter am Freitag den neuen Fernsehturm «Tokyo Sky Tree» mit einer Weltrekordhöhe vollendet. Nur eine Woche nach dem gewaltigen Erdstoß sei die geplante Höhe von 634 Metern erreicht worden.

[12:11] +++ Grüne ringen um Atomausstieg - Schon bis 2015?  +++

Die Grünen haben zu Beginn ihres kleinen Bundesparteitags in Mainz mit einer Schweigeminute der Katastrophen-Opfer von Japan gedacht. «Die Menschen in Japan sind (...) nicht nur Opfer einer Naturkatastrophe geworden, sie sind auch Opfer einer atomaren Katastrophe», sagte Parteichefin Claudia Roth. Noch gebe es Hoffnung, das das Schlimmste im Atomkomplex von Fukushima nicht eintritt. In einem Beschlussantrag fordert die Grünen-Spitze einen forcierten Atomausstieg in Deutschland bis 2017. Änderungsanträge fordern sogar einen Ausstieg bis 2015.

[12:04] +++ Öko-Institut-Experte: Genug Geld für AKW-Stilllegung +++

Die Kernkraftwerks-Betreiber in Deutschland haben nach Berechnungen des Darmstädter Öko-Instituts genügend Geld für den Atomausstieg zurückgelegt. Wie der Instituts-Experte Mathias Steinhoff sagte, kostet der Rückbau eines Meilers nach seinen Berechnungen etwa 750 Millionen Euro. Demnach würde der Rückbau der sieben Atomkraftwerke, die nach der Katastrophe in Japan hierzulande vorübergehend stillgelegt wurden, rund fünf Milliarden Euro kosten.

[11:52] +++ Ältere Japaner am härtesten von Erdbeben betroffen +++

Ältere Menschen dürften in Japan am stärksten von Erdbeben und Tsunami betroffen sein. Das zeigt ein Vergleich mit früheren Naturkatastrophen, den James Appleby von der Amerikanischen Gesellschaft für Gerontologie am Freitag (Ortszeit) präsentierte.

[11:49] +++ Chinesen für falschen Atom-Alarm bestraft +++

In China sind zwei Männer bestraft worden, weil sie im Internet grundlos Angst vor einer akuten radioaktiven Verstrahlung geschürt hatten. Einer der Täter habe über ein soziales Netzwerk die Behauptung verbreitet, eine Strahlenwolke habe die Stadt Shanghai erreicht, wie die Zeitung «Shanghai Daily» am Samstag berichtete. Dabei hat er sich auf eine nicht existierende Mitteilung der Stadtverwaltung berufen. Ein zweiter Internetnutzer habe diesen Eintrag ungeprüft weiterverbreitet. Die beiden Männer seien zu Ordnungsstrafen verurteilt worden.

[11:21] +++ Neues Nachbeben in der Nähe von Fukushima +++

Ein erneutes Nachbeben hat am Samstagabend (Ortszeit) die Erdbebenregion im Nordosten Japans erschüttert. Wie der Amerikanische Erdbebendienst USGS meldete, hatte das Beben eine Stärke von 5,9. Japanische Medien meldeten eine Stärke von 6,1. Das Epizentrum im Meer nahe der Ostküste Japans lag etwa 142 Kilometer nordöstlich von Tokio und 98 Kilometer südlich der Päfektur Fukushima. Über weitere Schäden gab es zunächst keine Meldungen.

[10:23] +++ Chef der Wirtschaftsweisen: Atomkatastrophe bremst Wachstum +++

Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz warnt vor massiven Folgen für die Weltwirtschaft, falls die Lage am Atomkraftwerk Fukushima Eins außer Kontrolle gerät. «Die Folgen könnten im Extremfall für Japan desaströs sein und erhebliche weltwirtschaftliche Bremsspuren hinterlassen».

[10:01] +++ Wirtschaftsweiser warnt vor steigenden Strompreisen +++

Auf die Verbraucher in Deutschland kommen nach Einschätzung des Chefs der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, deutlich höhere Strompreise zu. Die Kurse an der Leipziger Strombörse seien bereits erheblich gestiegen, sagte Franz der «Rheinischen Post». Die Börse reagiere schon auf die atompolitische Kehrtwende der Bundesregierung.

[10:00] +++ Saar-Regierungschef an Frankreich: AKW überprüfen +++

Angesichts der Atomkatastrophe in Japan hat Saar-Ministerpräsident Peter Müller (CDU) die französische Regierung aufgefordert, die Sicherheit der Kernkraftwerke im Land nochmals genau zu prüfen. «Es macht überhaupt keinen Sinn, die Diskussion über die Sicherheit von Atomkraftwerken auf den nationalen Rahmen zu beschränken», sagte Müller.

[09:45] +++ IAEA: Öffnungen im Dach der Reaktoren 5 und 6 gegen Explosionen +++

Öffnungen im Dach der Reaktoren 5 und 6 sollen weiteren Explosionen im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins vorbeugen. Nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA in Wien haben Arbeiter Löcher in die Dächer der beiden Gebäude eingebracht, um die Ansammlung von Wasserstoff zu verhindern. Die Explosionen in anderen Reaktoren seien vermutlich durch Wasserstoff ausgelöst worden.

[09:04] +++ Nur noch wenige Deutsche im Großraum Tokio +++

Die meisten Deutschen haben die japanische Hauptstadt und ihre Umgebung wohl verlassen. Der überwiegende Teil ist nach Einschätzung der deutschen Botschaft in Japan nach Westjapan oder ins Ausland gereist. Im Großraum Tokio blieben vor allem die, die dort familiär verwurzelt seien oder das Land schon lange und gut kennen. «Ich schätze, dass sich weniger als Tausend deutsche Staatsbürger noch in ganz Ostjapan aufhalten», sagte ein Botschaftssprecher in Japan. Im Ballungsgebiet Tokio-Yokohama hielten sich bis zum Erdbeben etwa 3500 Deutsche auf.

[08:31] +++ Edano: Auch Milch aus Fukushima verstrahlt +++

Neben Spinat ist auch Milch aus der vom Atomunfall betroffenen japanischen Provinz Fukushima verstrahlt. Das teilte Regierungssprecher Yukio Edano in Tokio mit. Die Strahlenwerte überschritten die zulässigen Höchstgrenzen. Eine akute Gesundheitsgefährdung sei aber derzeit nicht zu erwarten. Wer ein Jahr lang von der belasteten Milch trinken und den ebenfalls verstrahlten Spinat essen würde, erleide eine Strahlendosis von der Stärke einer Röntgenuntersuchung, erläuterte Edano. Auch in der Provinz Ibaraki, südlich von Fukushima, sei belasteter Spinat entdeckt worden.

[08:18] +++ Regierungssprecher: «Lage hat sich stabilisiert»+++

Am Reaktor 3 des stark beschädigten Atomkraftwerks Fukushima Eins ist nach Angaben der japanischen Regierung eine Verbesserung zu beobachten. «Wir glauben derzeit, dass sich die Situation stabilisiert hat», sagte Regierungssprechers Yukio Edano. Die Kühlaktionen von außen hätten eine Wirkung gehabt. Es sei mehr Wasser in Reaktor 3 festgestellt worden.

[07:42] +++ Betonpumpe aus Deutschland soll in Fukushima helfen +++

Ein weiteres Spezialfahrzeug zur Kühlung ist auf dem Weg zum schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Eins. Wie der Fernsehsender NHK berichtete, könne die Maschine Wasser aus sehr großer Höhe versprühen. Das Fahrzeug sei in Deutschland gebaut worden und pumpe normalerweise flüssigen Beton. Ein ähnliches Modell sei bereits beim Atomunglück in Tschernobyl eingesetzt worden.

[07:37] +++ Wasser soll sieben Stunden lang versprüht werden +++

Die Reaktoren im schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Eins sollen weitere sieben Stunden von außen mit Wasser gekühlt werden. Am Ende würden dann mehr als Tausend Tonnen Wasser versprüht sein, berichtete der Sender NHK.

[07:36] +++ Leichenberge überfordern Gemeinden in Japan +++

Die Gemeinden in den japanischen Unglücksgebieten haben nach dem Erdbeben und Tsunami ein riesiges Problem mit den vielen Toten. Einem Bericht der Zeitung Yomiuri zufolge sind die Krematorien schlicht überfordert. In den betroffenen Präfekturen werde nun sogar überlegt, die Toten zu beerdigen, was in Japan sonst nicht üblich ist. Die Regel sind Feuerbestattungen. Beerdigungen ohne vorherige Einäscherung machten nur 0,04 Prozent aus, hieß es.

[07:20] +++ Stark verstrahlter Spinat in Fukushima gefunden +++

Spinat aus der Umgebung des defekten Atomkraftwerks Fukushima Eins in Japan ist radioaktiv verstrahlt. In den Pflanzen seien hohe Strahlenwerte festgestellt worden, erklärte ein Regierungsbeamter nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo.

[07:00] +++ Strahlenschutz-Chef für EU-Einheitsstandards +++

Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, hat nach dem Atomunfall in Japan schärfere Auflagen für europäische Kernkraftwerke gefordert. Was in der EU «bislang fehlt, ist ein einheitlicher Bewertungsmaßstab für Kernkraftwerke», sagte er der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstag). Ein EU-weiter Standard dürfe aber nicht dazu führen, «dass man sich auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner trifft». National geltende Standards dürften nicht abgeschwächt werden.

[06:41] +++ Neuer Kühleinsatz an Reaktor drei beginnt +++

An Block 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima I hat am Samstagmittag (Ortszeit) ein neuer Kühlversuch begonnen. Feuerwehrleute richteten die Wasserkanonen ihrer Spezialfahrzeuge auf den zerstörten Reaktor, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Bereits am frühen Morgen hatten die Einsatzkräfte 25 Minuten lang 90 Tonnen Wasser auf die Anlage regnen lassen

[06:05] +++ Grüne wollen für Atomausstieg bis 2017 kämpfen +++

Die Grünen wollen heute (Samstag) auf einem kleinen Bundesparteitag Forderungen nach einem Atomausstieg so schnell wie möglich beschließen. «Wir werden alles daransetzen, gesellschaftliche Mehrheiten für den möglichst schnellen Ausstieg zu schaffen», sagte Parteichefin Claudia Roth der Nachrichtenagentur dpa.

[05:26] +++ Neue Feuerwehrleute eilen zur Ablösung nach Fukushima +++

Eine zweite Gruppe Feuerwehrleute ist auf dem Weg zum havarierten Atomkraftwerk Fukushima, um ihre Kollegen bei dem gefährlichen Kühleinsatz an den Reaktoren abzulösen. Das meldete der Fernsehsender NHK. Das zweite Kontingent stamme ebenfalls aus Tokio und sei 100 Mann stark. Die erste Gruppe besteht aus 139 Kollegen und war am Donnerstag vor dem AKW in Stellung gegangen.

[05:03] +++ Tepco: Temperatur des Abklingbeckens in Reaktor 5 sinkt +++

Zumindest von einem der Reaktoren im havarierten Atomkraftwerk Fukushima I gibt es gute Nachrichten: In Block 5 sinkt die Temperatur im Abklingbecken für abgebrannte Brennstäbe, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag unter Berufung auf den AKW-Betreiber Tepco meldete. Jedoch haben Reaktor 5 und 6 bisher auch die wenigsten Sorgen bereitet: Sie werden laut Internationaler Atomenergiebehörde IAEA mit dem Notstromdiesel des Blocks 6 gekühlt. Bei beiden Anlagen gebe es «keine unmittelbaren Bedenken».

[05:00] +++ Gabriel für Gespräche über Energiekonsens +++

SPD-Chef Sigmar Gabriel ist bereit, gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel einen überparteilichen neuen Energiekonsens für Deutschland zu suchen. Nach dem atompolitischen Hin und Her der letzten Monate brauche Deutschland dringend Planungssicherheit, sagte Gabriel der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung»(Samstag).

[04:44] +++ Geretteter war nicht acht Tage verschüttet +++

Ein junger Japaner, der am Samstag aus den Trümmern seines Hauses geborgen wurde, war dort nicht wie zunächst angenommen acht Tage lang verschüttet. Das meldeten die Nachrichtenagenturen Kyodo und Jiji. Sie korrigierten damit erste eigene Angaben. Zunächst hatte es geheißen, der Mann sei acht Tage nach dem Beben und Tsunami in der Katastrophenregion Miyagi aus seinem Haus gerettet worden. Er habe so unter Schock gestanden, dass er nicht sprechen konnte.

[03:23] +++ Bau von Baracken für Überlebende beginnt mit Problemen +++

In Japan hat der Bau von Baracken für die Überlebenden von Erdbeben und Tsunami begonnen. Gut eine Woche nach der Naturkatastrophe begann die Errichtung von 200 Behelfswohnungen in der besonders zerstörten Küstenstadt Rikuzentakata, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete.

[02:18] +++ AKW-Betreiber hebt Strahlungs-Obergrenze erneut an+++

Die Arbeiter am havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins bekommen bei ihrem Einsatz immer mehr radioaktive Strahlung ab. Der AKW-Betreiber Tepco erhöhte die Obergrenze erneut auf nun 150 Millisievert pro Noteinsatz, wie der TV-Sender NHK berichtete. Vorher waren 100 Millisievert pro Schicht das Limit gewesen - die Arbeiter überschritten diesen Wert aber regelmäßig. Die neue Vorgabe 150 Millisievert gelte «für einige Arbeiter im Außeneinsatz, weil die aktuellen Probleme beispiellos sind und sofortige Maßnahmen erfordern», zitierte NHK die Begründung des Energieversorgers Tepco.

[02:00] +++ Tepco macht Tempo für Kühlung in Fukushima +++

Die Arbeiten am stark beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Eins gehen mit Hochdruck weiter. Die Bemühungen, die Kühlung wiederherzustellen, seien am Samstag beschleunigt worden, berichtete der Betreiber Tepco nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo. Es werde erwartet, dass Reaktor 2 im Laufe des Tages an die Stromversorgung angeschlossen werden könne. Es brauche allerdings danach noch etwas Zeit, um die Geräte zur Kühlung des Reaktors wieder hochzufahren, da die Apparate zunächst getestet werden müssen, teilte Tepco mit. Am frühen Samstag hatten Feuerwehrleute und Militär damit begonnen, Wasser auf den Block 3 zu sprühen. 90 Tonnen seien bereits versprüht worden, berichtete Kyodo.

[01:23] +++ Fernsehen zeigt weiterhin rauchenden Reaktor 3 +++

Auch Stunden nach dem Wasserwerfereinsatz am Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima steigt dort noch immer Rauch auf. Der japanische Fernseh-Sender NHK zeigte Luftaufnahmen von Samstagmorgen (Ortszeit), auf denen weißer Qualm oder Wasserdampf zu sehen war. Die helle, viele Meter hohe Fahne waberte kontinuierlich nach oben.

Japan / Erdbeben / JAPAN_LIVETICKER
20.03.2011 · 00:26 Uhr
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